
Frankreich hat den gesamten Visumantragsprozess digitalisiert: Das Portal **France-Visas** ist nun die einzige Plattform für Terminbuchungen und biometrische Erfassungen. Die Regelung, die am 20. Februar 2026 in Kraft trat, schließt spontane Vorsprachen bei französischen Konsulaten und externen Dienstleistern wie VFS Global aus. Für in den VAE ansässige Antragsteller – die 2025 fast 100.000 französische Visa beantragt haben – bedeutet dies, dass Reisende ein Online-Konto anlegen, das Formular ausfüllen, unterstützende Dokumente hochladen und auf einen systemgenerierten Termin warten müssen, bevor sie zur biometrischen Erfassung erscheinen. Konsularbeamte betonen, dass die Neuerung die Sicherheitsüberprüfungen beschleunigen wird, doch Agenten warnen, dass in beliebten Urlaubszeiten Termine bereits Wochen im Voraus ausgebucht sein könnten. Unternehmen, die Mitarbeiter zur Pariser Fashion Week oder zum MIPIM in Cannes im nächsten Monat entsenden, sollten die Terminverfügbarkeit umgehend prüfen. Eilige Reisende können nicht mehr auf „Walk-in“-Erleichterungen oder Concierge-Dienste setzen, und Verstöße gegen die Schengen-Aufenthaltsregeln werden durch die zentrale biometrische Erfassung leichter erkannt. Dieser Schritt ist Teil von Frankreichs Vorbereitung auf das Entry/Exit-System (EES) und das European Travel Information and Authorisation System (ETIAS), die beide 2026–27 eingeführt werden und einen europaweiten Trend zu vollständig digitalen Grenzprozessen markieren.
Quelle: Schengen90 News