
Ein weiterer Schritt hin zu einem papierlosen Einwanderungssystem: Das Innenministerium hat bestätigt, dass ab dem 25. Februar 2026 alle *neuen* Besuchervisa für indische Staatsbürger ausschließlich digital ausgestellt werden. Statt eines Vignettenaufklebers im Reisepass erhalten erfolgreiche Antragsteller ein elektronisches Visum, das in einem UK Visas & Immigration (UKVI)-Konto gespeichert und mit der bei der Antragstellung angegebenen Passnummer verknüpft ist. Fluggesellschaften überprüfen das e-Visum automatisch beim Check-in, und Grenzbeamte greifen bei der Ankunft auf denselben Datensatz zu. Für indische Geschäftsreisende entfällt damit die Notwendigkeit, den Reisepass zur Visumsanbringung abzugeben, was die Bearbeitungszeit und Kurierkosten reduziert. Unternehmen, die Mitarbeiter kurzfristig ins Vereinigte Königreich entsenden, können mit einer schnelleren Mobilisierung rechnen. Mobilitätsteams müssen jedoch sicherstellen, dass Mitarbeiter ihr UKVI-Profil bei Passverlängerung oder -ersatz aktualisieren, da das e-Visum sonst nicht mit dem beim Check-in vorgelegten Dokument übereinstimmt. Die Umstellung dient zudem als Pilotprojekt für die umfassenderen digitalen Statuspläne des Vereinigten Königreichs. Ähnliche Einführungen sind für Arbeits-, Studien- und Familienvisa geplant, die schließlich die biometrischen Aufenthaltstitel durch einen über das Smartphone zugänglichen digitalen Status ersetzen sollen. Dieser Schritt steht im Einklang mit der UK-India Migration & Mobility Partnership, die den Talentfluss zwischen beiden Ländern erleichtern soll. Bestehende Visuminhaber müssen keinen neuen Antrag stellen: Ihre Daten werden phasenweise automatisch migriert. Doppelstaatsbürger mit britischem und indischem Pass müssen jedoch weiterhin mit einem britischen oder irischen Pass oder einem Certificate of Entitlement reisen – eine Regelung, die in derselben Woche wie die Einführung des e-Visums in Kraft tritt.
Quelle: Times of Visa
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