
Das ugandische Innenministerium bestätigte in einer Pressekonferenz am 23. Februar, dass die neuen visafreien Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Ägypten nun in Kraft sind. Laut dem Abkommen mit den VAE können Diplomaten, Beamte und Inhaber spezieller Reisepässe beider Länder bis zu 90 Tage visafrei im Partnerland bleiben. Die ugandische Seite betonte den strategischen Wert des Abkommens und verwies auf einen Anstieg des bilateralen Handels ohne Öl um 64,5 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Die Behörden erwarten, dass die erleichterten Reisebedingungen schnell zu zusätzlichen Investitionen in Logistik-Korridore und digitale Infrastrukturprojekte führen werden. Ein Beispiel ist „WorldLink“, eine geplante Datenkabelverbindung im Wert von 700 Millionen US-Dollar, die die VAE über den Irak mit der Türkei verbinden soll; ein irakisch-vAE-Konsortium befindet sich bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen. Für in den VAE ansässige Unternehmen, die Teams nach Kampala entsenden, beseitigt die ugandische Ankündigung die letzte Unsicherheit bezüglich der Einreise und bestätigt, dass die üblichen Geschäftsvisaregeln vorerst unverändert bleiben. Das Ministerium hob zudem Anti-Betrugsmaßnahmen hervor, nachdem eine Frau mit 261 gefälschten Pässen festgenommen wurde, und unterstrich, dass die Sicherheit der Dokumente trotz der Öffnung offizieller Kanäle streng bleibt. Mobilitätsverantwortliche sollten ihre Mitarbeiter darüber informieren, dass die visafreie Einreise nur für Inhaber diplomatischer, offizieller oder Dienstpässe gilt; alle anderen Reisenden benötigen weiterhin reguläre Visa. Dennoch stärkt die symbolische Bedeutung des Abkommens die Position der VAE als bevorzugtes Golf-Drehkreuz für die Expansion von Unternehmen nach Zentral- und Ostafrika. Ugandische Beamte kündigten an, dass eine zwölfmonatige Leistungsbewertung prüfen wird, ob die Einhaltungsquoten eine Ausweitung der Visafreiheit auf Inhaber regulärer Pässe rechtfertigen – ein Schritt, der die Mobilitätsmöglichkeiten für multinationale Unternehmen aus den VAE in Afrika erheblich erweitern würde.
Quelle: AllAfrica (Nile Post)