
Premierminister Mark Carney verließ Ottawa am 26. Februar zu einer zehntägigen Reise durch Indien, Australien und Japan, um Kanadas Absicht zu unterstreichen, die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Partnerschaften im Indo-Pazifik zu vertiefen. Laut einer Erklärung des Premierministerbüros, berichtet von der Commonwealth Union, wird die Tour sich auf Handelsdiversifizierung, kritische Mineralien, saubere Energie und technologische Zusammenarbeit konzentrieren. In Mumbai und Neu-Delhi trifft Carney indische Wirtschaftsführer sowie Premierminister Narendra Modi, um bilaterale Investitionsströme und Initiativen zur Talentmobilität – insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien – voranzutreiben. Die Reise führt anschließend nach Sydney und Canberra, wo die Verteidigungskooperation und Lieferketten für kritische Mineralien im Mittelpunkt stehen. Der letzte Halt in Tokio zielt darauf ab, die gemeinsame Arbeit an Batterietechnologien und der Resilienz von Halbleitern zu beschleunigen. Für kanadische multinationale Unternehmen bietet die Mission eine Plattform, um neue Möglichkeiten für innerbetriebliche Versetzungen zu erschließen und Verhandlungen über gegenseitige Erleichterungen bei Arbeitsvisa zu führen – besonders vor dem Hintergrund der verschärften Einwanderungsbestimmungen in Kanada. Unternehmen mit Niederlassungen in den drei Gastländern sollten die bevorstehenden Absichtserklärungen aufmerksam verfolgen, die die Einreise für Geschäftsreisende erleichtern oder die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen vereinfachen könnten. Der Besuch dient auch innenpolitischen Zielen: Die Diversifizierung der Exportmärkte ist ein zentraler Bestandteil der Regierungsstrategie, um die Abhängigkeit von den USA angesichts veränderter Handelsbedingungen zu verringern. Verantwortliche für Mobilität sollten Führungskräfte über die sich ändernden Ankunftsprotokolle, Impf- und Sicherheitsanforderungen sowie mögliche Ankündigungen zu beschleunigten Investorenvisa im Zusammenhang mit bevorstehenden Handelsabkommen informieren.
Quelle: Commonwealth Union