
Der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Boris Dilliès, kündigte am 2. März 2026 an, dass am 4. März eine außerordentliche Sitzung des Regionalen Sicherheitsrats (CORES) stattfinden wird, um „alle potenziellen Folgen“ der Eskalation im Iran für die Metropolregion zu bewerten. Dieses Gremium vereint die 19 Bürgermeister der Gemeinden, Polizeichefs, den Bundesstaatsanwalt sowie die Leiter des Verkehrssektors und verdeutlicht, wie externe geopolitische Krisen die lokale Mobilitäts- und Sicherheitsplanung beeinflussen können. Wichtige Punkte auf der vorläufigen Tagesordnung sind Notfallmaßnahmen für den Flughafen Brüssel und den Bahnhof Brüssel-Midi/Zuid – das Tor für Eurostar- und Thalys-Verbindungen – sowie die Einsatzbereitschaft der kommunalen Krisenzellen für Szenarien mit Massenopfern. Der öffentliche Verkehrsbetrieb STIB hat bereits die Zahl der zivilen Sicherheitskräfte auf den U-Bahn-Linien erhöht, die die EU-Institutionen und den NATO-Bezirk in Evere bedienen. Diplomatische Quellen deuten darauf hin, dass CORES auch prüfen wird, ob militärische Unterstützung für kritische Infrastrukturen angefordert werden soll – ein Schritt, der zuletzt nach dem Anschlag in Brüssel 2023 ergriffen wurde. Wirtschaftsverbände wie AmCham Belgium fordern klare Richtlinien, damit internationale Konferenzen, die Mitte März geplant sind, fundierte Entscheidungen über ihre Durchführung treffen können. Die Sitzung unterstreicht die enge Verzahnung von Stadtverwaltung und globaler Mobilität. Brüssel beherbergt 44.000 Diplomaten, EU-Beamte und Lobbyisten und zählt damit zu den weltweit am dichtesten besiedelten Zentren international mobiler Fachkräfte. Eine Verschärfung der Sicherheitslage wirkt sich daher direkt auf Hotelbelegungen, Risikobewertungen für Geschäftsreisende und sogar auf Zeitpläne für die Ansiedlung neuer Expatriates aus. Die Ergebnisse der Sitzung am 4. März fließen in die bundesweiten Beratungen vor dem Generalstreik am 12. März ein, um sicherzustellen, dass die Sicherheitsressourcen in einer Phase gleichzeitiger Arbeitsunruhen und externer Bedrohungen nicht überlastet werden.
Quelle: The Brussels Times