
Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis erklärte am 2. März gegenüber Journalisten, dass Zypern „kein Ziel“ sei, sich jedoch nach der Abfangung von zwei unbemannten Drohnen, die auf die britische Basis in Akrotiri zusteuerten, in „voller Einsatzbereitschaft“ befinde. Er betonte die enge Zusammenarbeit der Republik mit Großbritannien, den USA, Frankreich und Griechenland und appellierte an die Bevölkerung, sich auf verifizierte Informationen zu verlassen. Die Behörden sperrten Zufahrtsstraßen, mobilisierten den Zivilschutz und brachten vorsorglich Anwohner des nahegelegenen Dorfes Akrotiri vorübergehend in Hotels in Limassol unter. Unterdessen tagte der Nationale Sicherheitsrat in einer Sondersitzung, um Notfallpläne für zivile und militärische Infrastruktur zu überprüfen. Für multinationale Unternehmen mit Mitarbeitern im südlichen Korridor schafft die Erklärung Klarheit: Der zivile Luftraum Zyperns bleibt offen, doch sind vereinzelt Flugausfälle zu erwarten, da Fluggesellschaften eigene Risikoabwägungen vornehmen. Rechtsteams sollten beachten, dass ein künftiges staatliches Flugverbot höhere Gewalt in Dienstleistungsverträgen auslösen könnte. Die proaktive Haltung der Regierung zielt darauf ab, ausländische Investoren zu beruhigen, die in den letzten drei Jahren einen Boom bei der Verlagerung von Hauptsitzen und der Vergabe von Digitalnomaden-Visa ausgelöst haben. Doch allein die Notwendigkeit, über Radarabdeckung, Anti-Drohnen-Systeme und alliierte Marineeinsätze zu sprechen, erinnert eindrücklich daran, dass geopolitische Spannungen Zyperns Image als sicheren, wirtschaftsfreundlichen Standort schnell trüben können.
Quelle: Cyprus Mail