
Der zweitgrößte Flughafen Zyperns, der internationale Flughafen Paphos (PFO), wurde am Mittag des 2. März komplett stillgelegt, nachdem die Behörden eine vollständige Evakuierung anordneten. Ein Radar hatte ein unbekanntes unbemanntes Luftfahrzeug entdeckt, das auf die Anlage zusteuerte. Passagiere und Mitarbeiter wurden in die Parkbereiche geleitet, während Sicherheitsteams die Startbahn absuchten und den Luftraum sperrten. Die Alarmierung folgte auf einen nächtlichen Angriff auf die RAF-Basis Akrotiri sowie Berichte über zwei weitere Drohnen, die zypriotische und verbündete Streitkräfte zuvor am Tag abgeschossen hatten. Innerhalb von zwei Stunden heulten erneut Luftschutzsirenen in Akrotiri, was die volatile Bedrohungslage unterstrich. Fluggesellschaften wie easyJet, Lufthansa und Cyprus Airways sagten vorsorglich mehrere Flüge ab, während Reiseveranstalter Pauschalurlauber über Larnaca umleiteten. Am späten Nachmittag wurde Entwarnung gegeben; CyBC berichtete, dass die Sicherheitskräfte das Objekt „neutralisiert“ hätten und keine Verletzten oder Schäden zu verzeichnen seien. Der Flughafen wurde wieder geöffnet, doch Bodenabfertiger hatten mit einem Rückstau an umgeleiteten Flügen und gestrandeten Passagieren zu kämpfen, von denen viele Anschlussflüge nach Großbritannien und in den Golfraum verpassten. Geschäftsreisende mit Terminen am selben Tag in Limassol stellten fest, dass die Mietwagen-Schlangen sich weit über das Terminal hinauszogen, da Tausende gleichzeitig abreisen wollten. Hermes Airports, Betreiber von Paphos und Larnaca, warnte, dass bis zur Stabilisierung der regionalen Flugrouten mit fortlaufenden Flugplanänderungen zu rechnen sei. Unternehmen mit zeitkritischer Fracht – insbesondere Pharmazeutika und High-Tech-Komponenten – wurden aufgefordert, ihre Sendungen vorsorglich auf Seefracht oder Zubringerflüge über Athen umzuleiten. Der Vorfall zeigt, wie unbemannte Luftfahrzeuge zivile Infrastruktur lahmlegen können, selbst wenn kein direkter Angriff beabsichtigt ist. Mobilitätsteams sollten sicherstellen, dass die zypriotischen Notfallbenachrichtigungsketten PFO neben den größeren Flughäfen einschließen und dass Entsandte die Standorte der Sammelpunkte am Flughafen kennen, die sich bei der geordneten Evakuierung am Montag als entscheidend erwiesen haben.
Quelle: Greek City Times / Cyprus Mail
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