
Am 2. März wurden insgesamt 60 planmäßige Flüge gestrichen – 42 in Larnaca und 18 in Paphos –, wie Daten des Betreibers Hermes Airports zeigen. Die Ausfälle folgten auf die Vergeltungsschläge Teherans in der Region und den Drohnenangriff auf RAF Akrotiri am selben Tag. Betroffen sind sowohl Regionalfluggesellschaften wie Aegean und Tus Airways als auch Langstreckenanbieter wie Emirates, Qatar Airways und British Airways. Die Behörden riefen Passagiere dazu auf, vor Anreise zum Flughafen die Airlines zu kontaktieren, dennoch versammelten sich zahlreiche Menschen in der Abflughalle von Larnaca, wo sich die Warteschlangen für Umbuchungen und Gutscheine auf fast 200 Meter erstreckten. Für Firmen-Mobilitätsmanager war die Auswirkung sofort spürbar: Berater konnten nicht zu Quartalsprüfungen nach Nikosia reisen, Technikteams saßen auf dem Weg zu einer Installation in Tel Aviv fest, und Versender verderblicher Waren mussten dringend Kühllager organisieren. Nach EU-Verordnung 261 galten die meisten Stornierungen als „außergewöhnliche Umstände“, was die Entschädigungsansprüche einschränkt, doch Unternehmen können weiterhin Betreuungsleistungen (Mahlzeiten, Hotels) für ihre Mitarbeiter geltend machen. Die Flugausfälle verdeutlichen zudem die Abhängigkeit Zyperns von der Luftverkehrsanbindung. Mit nur zwei Verkehrsflughäfen führt eine gleichzeitige Störung zu einem Single Point of Failure für den schnell wachsenden Fintech- und Hauptsitz-Relocation-Sektor der Insel, der Zypern als steuerlich attraktiven, EU-basierten Sprungbrett in die MENA-Region positioniert.
Quelle: In-Cyprus