
Indiens größte Fluggesellschaft IndiGo führte am 3. März 2026 vier Sonderrückführungsflüge ab Dschidda durch und brachte mehr als 900 gestrandete Passagiere nach einer dreitägigen Blockade wichtiger Golf-Flugkorridore nach Hause. Die Airline teilte der Nachrichtenagentur PTI mit, dass weitere Flüge nach Maskat vorbereitet werden, sobald die Genehmigungen für Slots in Oman vorliegen. Laut Deccan Herald landete der erste Flug von Dschidda nach Hyderabad kurz vor Mitternacht; drei weitere Flüge gingen nach Mumbai und Ahmedabad. IndiGo erklärte, die Aktion sei in Zusammenarbeit mit dem indischen Generalkonsulat in Dschidda koordiniert worden, das Passagierlisten erstellte und dabei ältere Reisende, medizinische Notfälle sowie Personen mit bald ablaufenden saudischen Visa priorisierte. Die Fluggesellschaft setzte Airbus A321 mit maximaler Sitzplatzkapazität ein und verzichtete auf Gebühren für Terminänderungen und Übergepäck. Sicherheitsbegleitungen eskortierten die Busse von der Stadt zum King Abdulaziz International Airport, um Straßensperren zu umgehen. Obwohl kleiner als das Evakuierungsprogramm „Vande Bharat“ von 2020–21, zeigt diese Ad-hoc-Luftbrücke, dass indische Fluggesellschaften bei geopolitischen Spannungen schnell reagieren können, wenn der reguläre Flugverkehr beeinträchtigt ist. Luftfahrtexperten heben hervor, dass IndiGos Flexibilität im Asien-Westasien-Netzwerk – insbesondere die Möglichkeit, Flugzeuge aus Inlandsrouten umzudisponieren – der Airline im Krisenmanagement einen Vorteil gegenüber staatlichen Konkurrenten verschafft. Die Maskat-Phase, die am 4. März starten soll, konzentriert sich auf indische Arbeitskräfte, die nach der vorübergehenden Schließung des Drehkreuzes Dubai keine Anschlussflüge erreichen können. Mobilitätsmanager mit Mitarbeitern in Saudi-Arabien sollten diese anweisen, sich im Notfallportal des Konsulats zu registrieren und Reisedokumente mit einer Vorlaufzeit von drei Stunden bereitzuhalten.
Quelle: Deccan Herald
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