
Der finnische Präsident Alexander Stubb landete am 4. März 2026 in Neu-Delhi, um einen viertägigen Staatsbesuch zu beginnen, der darauf abzielt, die Beziehungen zwischen Indien und Finnland zu vertiefen. Premierminister Narendra Modi empfing ihn mit einer Ehrenformation und erklärte auf X, dass die Reise die bilateralen Beziehungen „auf ein neues Niveau heben“ werde. Auf der Agenda stehen Treffen mit Präsidentin Droupadi Murmu und Modi sowie eine Grundsatzrede beim Raisina Dialogue, Indiens wichtigstem geopolitischen Forum. Offizielle in Helsinki betonen, dass der Besuch sich auf Investitionen in saubere Technologien, Visa für digitale Fachkräfte und eine erleichterte kurzfristige Geschäftsreise zwischen beiden Ländern konzentrieren wird. Finnlands innovationsgetriebene Unternehmen – viele betreiben bereits F&E-Zentren in Bangalore und Hyderabad – streben schnellere Mehrfacheinreisevisa für Projektingenieure sowie eine gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen in den Bereichen 5G und Quantencomputing an. Indische Verhandler setzen sich für erleichterte Schengen-Langzeitvisa für IT-Berater und Postgraduiertenstudierende ein. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Mobilität soll noch vor Ende 2026 Bericht erstatten. Der Handel zwischen beiden Ländern erreichte 2025 drei Milliarden Euro, ein Plus von 14 % im Jahresvergleich. Diplomaten sind überzeugt, dass vereinfachte Mobilitätsregelungen bis 2028 weitere eine Milliarde Euro freisetzen könnten, da finnische Unternehmen nach widerstandsfähigen Lieferketten suchen und indische Start-ups nordischen Risikokapitalgebern näherkommen.