
Fünf Tage nach Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA, Israel und Iran führte Frankreich am 4. März zusätzliche Rückholflüge von Dubai und Riad durch und brachte mehr als 600 Bürger und Einwohner zurück, die durch weitreichende Luftraumsperrungen gestrandet waren. AFP berichtet, dass die neuesten Ankömmlinge am Pariser Flughafen CDG von Mitarbeitern des Krisenzentrums empfangen wurden, die Weiterfahrkarten mit der Bahn und vorübergehende Unterkünfte für diejenigen ohne Anschlussverbindungen organisierten. Die Aktion ist Teil einer größeren, von der EU koordinierten Luftbrücke, die bisher schätzungsweise 18.000 Europäer evakuiert hat. Das französische Verkehrsministerium teilte mit, dass drei Air France A350 gechartert und das Netzwerk Volontaires de l’Aide Civile aktiviert wurde, um besonders schutzbedürftige Passagiere zu unterstützen, darunter Geschäftsreisende auf Zwischenstopps und Kinder mit doppelter Staatsbürgerschaft, die mit Touristenpässen reisen. Während wichtige Golf-Drehkreuze für begrenzten Verkehr wieder geöffnet sind, bleibt die Verfügbarkeit von Slots unregelmäßig, und Versicherer erheben weiterhin Kriegsrisikozuschläge, was die Ticketpreise erhöht. Französische Unternehmen mit Mitarbeitern in der Region werden geraten, die Reisendenverfolgung aktuell zu halten und sicherzustellen, dass sich ihre Angestellten bei der konsularischen Plattform Ariane registrieren. Einwanderungsanwälte weisen darauf hin, dass Rückkehrer mit kurzfristigen Schengen-Visa, die während der Störung abgelaufen sind, zehn Kalendertage Zeit haben, um bei ihrer örtlichen Präfektur eine Ausnahmeverlängerung zu beantragen. Arbeitgeber, die Talent-Pass-Inhaber beschäftigen, werden dringend gebeten, Verlängerungsanträge frühzeitig unter Berufung auf höhere Gewalt einzureichen. Behörden betonten, dass nur Passagiere mit bestätigten Sitzplätzen oder diplomatischer Genehmigung Evakuierungsflüge nutzen sollten; spontane Lobbyversuche am Flughafen werden nicht empfohlen und könnten gegen lokale Sicherheitsvorschriften verstoßen.
Quelle: AFP via NAMPA