
Der zweitgrößte Passagierflughafen Belgiens, Brussels South Charleroi Airport (CRL), gab am 5. März bekannt, dass **am 12. März alle Flüge gestrichen werden**, da ein sicherer Betrieb während des landesweiten Streiks gegen Kürzungen im öffentlichen Haushalt nicht gewährleistet werden kann. Dieser Schritt folgt der früheren Entscheidung des Flughafens Brüssel, am selben Tag alle Abflüge einzustellen, was auf einen landesweiten Stillstand im Luftverkehr hindeutet. Die Leitung von Charleroi teilte mit, dass die Fluggesellschaften die Passagiere bis zum 10. März kontaktieren werden, um Umbuchungen oder Rückerstattungen anzubieten. Die Billigfluggesellschaften Ryanair, Wizz Air und TUI fly, die zusammen 90 % des CRL-Verkehrs ausmachen, sind zu Beginn der Frühlingsferien stark von den Flugplanstörungen betroffen. Die doppelte Schließung bedeutet, dass am 12. März in Belgien keine kommerziellen Flüge stattfinden, was Unternehmen dazu zwingt, Reisende über Amsterdam, Paris oder Köln umzuleiten und die Reisezeit erheblich verlängert. Frachtunternehmen, die den Flughafen Lüttich nutzen, befürchten Kapazitätsengpässe, da der Frachtraum in Passagierflugzeugen wegfällt. Der Streik gefährdet auch den Landverkehr: Die Eisenbahngewerkschaften haben zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen, und der Brüsseler Nahverkehrsbetrieb STIB erwartet „schwere bis sehr schwere“ Einschränkungen im Service. Arbeitgeber sollten sich auf weit verbreitete Fehlzeiten einstellen und Homeoffice-Regelungen in Betracht ziehen. Regierungsvermittler treffen sich am 9. März mit den Gewerkschaften, doch Insider halten eine Einigung vor dem 12. März für „sehr unwahrscheinlich“, weshalb eine Notfallplanung unerlässlich ist.
Quelle: The Brussels Times
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