
Ein neuer QS Insights-Bericht vom 6. März bescheinigt Indien einen Wendepunkt in der globalen Studierendenmobilität: Die Zahl der internationalen Einschreibungen soll in den nächsten fünf Jahren jährlich um etwa 7 Prozent steigen. Treiber dieses Anstiegs sind geringere finanzielle Hürden durch das überarbeitete „Study in India“-Programm, zusätzliche Plätze für ausländische Bewerber sowie regulatorische Änderungen, die es ausländischen Universitäten ermöglichen, lokale Campus zu eröffnen. QS prognostiziert, dass die Nachfrage aus Südasien allein um 10 Prozent pro Jahr wächst, während Subsahara-Afrika um 5 Prozent zulegen könnte – was Indiens Herkunftsmärkte über die traditionelle Nachbarschaft hinaus erweitert. Gleichzeitig weist der Bericht auf Engpässe hin – bei Wohnheimen, Visaverfahren und der Abstimmung von Lehrplänen auf Arbeitgeberbedürfnisse. Werden diese Herausforderungen gemeistert, könnte Indien bis 2030 realistisch 150.000 internationale Studierende aufnehmen und sich als regionales Kompetenzzentrum etablieren – gerade in einer Zeit, in der wichtige englischsprachige Zielländer die Arbeitsrechte für Absolventen verschärfen. Für Universitäten und Talentsucher aus der Wirtschaft eröffnen sich damit Chancen, Talente aus aufstrebenden Märkten gezielt in indische Postgraduierten- und Weiterbildungsprogramme zu integrieren und so qualifizierte Absolventen für die heimische Industrie zu gewinnen.
Quelle: QS Insights
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