
Das belgische Außenministerium gab am 9. März 2026 bekannt, dass die Notfall-Luftbrücke aus dem Nahen Osten insgesamt **432** gestrandete belgische Staatsangehörige sowie rund 100 weitere EU-Bürger nach Hause gebracht hat – als Reaktion auf die eskalierenden regionalen Spannungen. Der letzte belgische Militär-Airbus A400 M startete am Montag von Dubai über Hurghada, die Ankunft am Flughafen Brüssel wird in den frühen Morgenstunden des Dienstags erwartet. Die Operation begann am 8. März mit einem Flug von Oman, der 195 Belgier und weitere EU-Bürger an Bord hatte. Weitere Staatsangehörige wurden per Buskonvoi von Doha nach Riad gebracht, um von dort aus kommerzielle Flüge zu nutzen. Brüssel koordinierte eng mit dem EU-Zivilschutzmechanismus; Kommissarin Hadja Lahbib bestätigte, dass bisher **42** rescEU-Flüge mehr als 4.100 Europäer repatriiert haben – die erste großangelegte Nutzung von Passagierflugzeugen im Rahmen dieses Mechanismus. Bis zu 75 % der Transportkosten werden erstattet, wenn mindestens 30 % der Passagiere Nicht-Staatsangehörige des entsendenden EU-Landes sind, was gemeinsame Evakuierungen besonders für kleinere Mitgliedstaaten attraktiv macht. Für Teams im Bereich globale Mobilität und Fürsorge ergeben sich daraus zwei wichtige Punkte: Erstens werden alle Belgier, die sich nach dem 9. März noch im TravellersOnline-Portal registrieren, auf Plätze umgeleitet, die von Partnerländern der EU organisiert werden. Daher müssen alternative Ankunftsflughäfen in den weiteren Reiseplänen berücksichtigt werden. Zweitens zeigt die schnelle Ausweitung von rescEU, dass Unternehmen künftig mit engerer Zusammenarbeit – und möglicher Kostenbeteiligung – bei der Organisation von Charterevakuierungen in Krisen rechnen können. Das Außenministerium wird bis zur Normalisierung der kommerziellen Flugpläne eine kleine Verbindungsstelle in Dubai aufrechterhalten, weitere belgische Regierungsflüge sind jedoch nicht geplant. Arbeitgeber mit Mitarbeitern im Golfraum werden dringend empfohlen, ihre Teams vor einer möglichen Verschärfung der regionalen Luftraumbeschränkungen auf kommerzielle Flüge umzustellen.
Quelle: The Brussels Times
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