
Die chinesische Botschaft in London gab am 10. März eine Sicherheitswarnung heraus, nachdem mehrfach Betrüger gemeldet wurden, die sich als Beamte der Unabhängigen Kommission gegen Korruption Hongkongs (ICAC) ausgaben. Die Opfer – hauptsächlich chinesische Studierende und Berufstätige – wurden darüber informiert, dass sie wegen Geldwäsche untersucht würden, und aufgefordert, Gelder auf sogenannte „sichere Konten“ zu überweisen. Die Botschaft betonte, dass echte Strafverfolgungsbehörden niemals per Telefon oder Internet Geldüberweisungen verlangen. Sie rief ihre Staatsangehörigen dazu auf, angebliche Ermittlungen über offizielle Hotlines zu überprüfen und bei Zweifeln die rund um die Uhr erreichbare konsularische Notfallnummer der Botschaft zu kontaktieren. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund eines Anstiegs grenzüberschreitender Telefonbetrügereien, die das Vertrauen in Hongkongs Anti-Korruptionsbehörde ausnutzen. Für Hongkonger Unternehmen mit entsandten Mitarbeitenden oder Studierenden in Großbritannien ist die Mitteilung eine Erinnerung, Betrugsprävention in die Vorab-Briefings und Fürsorgepflichten zu integrieren. Compliance-Teams im Bereich Finanzkriminalität sollten die Warnung intern an Mitarbeitende mit BN(O)-Visa oder anderen britischen Aufenthaltstiteln weiterleiten. Obwohl es sich nicht direkt um eine Änderung der Einwanderungspolitik handelt, betrifft die Warnung die Sicherheit und finanzielle Absicherung von Hongkong-verbundenen Expatriates – ein wichtiger Aspekt des globalen Risikomanagements bei Mobilität. Arbeitgeber könnten eine Liste verifizierter Kontakte der Botschaft und der ICAC zusammenstellen und die Nutzung von Firmen-VPNs sowie Anrufer-ID-Apps empfehlen, um die Gefahr von gefälschten Rufnummern zu minimieren.
Quelle: South China Morning Post