
Das Einwanderungsamt von Hongkong hat am 10. März eine dreitägige, gebietsweite Durchsetzungsaktion abgeschlossen und dabei 20 Personen festgenommen – darunter 11 ausländische Haushaltshilfen –, die angeblich unerlaubt Tätigkeiten wie Schönheitsbehandlungen und Massagen ausgeübt haben. Die Beamten durchsuchten 19 Orte, von Hotels bis zu Pflegeheimen, und nahmen 14 mutmaßliche illegale Arbeiter oder Überzieher sowie sechs Einheimische fest, die sie beschäftigt haben sollen. Die meisten der festgenommenen Helfer waren indonesische oder philippinische Staatsangehörige im Alter von 28 bis 50 Jahren. Eine ehemalige Haushaltshilfe hatte ihr Visum überschritten, ein weiterer Festgenommener hielt sich mit einem Besuchervisum in Hongkong auf. Arbeitgeber sehen sich nun strafrechtlichen Verfahren nach der Einwanderungsverordnung gegenüber, die mit einer Höchststrafe von 500.000 HK$ Geldbuße und bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden kann. Die Einwanderungsbehörde erklärte, die Aktion diene dazu, „die Ordnung auf dem Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten“ und den Missbrauch von Haushaltshilfenvisa zu verhindern, die ausdrücklich freiberufliche Tätigkeiten außerhalb des Haushalts verbieten. Für globale Mobilitäts- und HR-Teams, die ausländische Haushaltshilfen für Führungskräftefamilien einstellen, ist die Botschaft klar: Die Einhaltung des Arbeitsumfangs wird streng kontrolliert. Agenturen empfehlen Expats, die Helfer nochmals ausdrücklich auf das Verbot von Nebentätigkeiten hinzuweisen und klare Aufzeichnungen über vertragliche Pflichten zu führen. Verstöße können sowohl die zukünftigen Visaverlängerungen der Arbeiter als auch die Möglichkeit der Arbeitgeber, Ersatzkräfte zu sponsern, gefährden. Die Razzia wirft zudem ein Licht auf eine Grauzone der Arbeitswelt, in der Helfer Nebenjobs annehmen, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. NGOs argumentieren, dass restriktive Wohnpflichten und stagnierende Mindestlöhne das Nebenerwerbspotenzial fördern. Obwohl kurzfristig keine politische Reform zu erwarten ist, signalisiert die Durchsetzungsstrategie des Einwanderungsamts, dass Unternehmen mit vermehrten unangekündigten Kontrollen an gewerblichen Standorten mit Gelegenheitsarbeitern rechnen müssen.
Quelle: South China Morning Post
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