
Das Reise-Risikoportal Smartraveller und führende Versicherer haben eine gemeinsame Aufklärungskampagne gestartet, nachdem neue Daten zeigten, dass die Kosten für medizinische Evakuierungen von Australiern im vergangenen Jahr in mehreren Fällen eine Million AUD überstiegen. Laut Travel And Tour World (11. März 2026) liegt der Durchschnittspreis für eine Luftambulanz-Rückführung aus den USA nach Sydney inzwischen bei 280.000 AUD, während Hubschrauberrettungen von Japans Skigebieten über 225.000 AUD kosten können. Die klare Botschaft der Kampagne – „Wenn Sie sich keine Versicherung leisten können, können Sie sich auch keine Reise leisten“ – spiegelt die Sorge Canberras wider, dass ein durch die Lebenshaltungskosten getriebener Anstieg unversicherter Reisender zu höheren Ausgaben für konsularische Hilfe führen wird. Das Budget des Außenministeriums (DFAT) für 2025-26 hat die konsularische Finanzierung bereits erhöht, doch die Behörden betonen, dass die Regierung keine finanzielle Absicherung übernimmt. Versicherer berichten, dass preissensible Australier ihre Deckung reduzieren oder ganz darauf verzichten. Dennoch gehören Gebühren für Krankenstationen auf Kreuzfahrtschiffen und Notfallrechnungen in den USA weiterhin zu den weltweit höchsten. Verletzungen bei Schneesportarten in Japan, dem derzeit beliebtesten Reiseziel für 31 Prozent der australischen Urlauber, führen ebenfalls zu hohen Schadensfällen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Warnung ein wichtiger Anlass, die Firmenreiseversicherungen zu überprüfen. Mitarbeiter, die im Rahmen von innerbetrieblichen Versetzungen ins Ausland geschickt werden, gehen oft fälschlicherweise von einer Medicare-Gegenseitigkeit oder einer Arbeitgeberdeckung aus, die nicht besteht. Organisationen sollten Evakuierungsgrenzen, Pandemieausschlüsse und Klauseln zu Vorerkrankungen besonders für Risikoziele oder Kreuzfahrt-Bonusreisen genau prüfen. Die Kampagne von Smartraveller ergänzt neue Gesundheitsversicherungsangebote – wie die 8-Wochen-Kostenfrei-Aktion von Allianz Care für die Overseas Visitor Health Cover – die sich sowohl an einreisende Visuminhaber als auch an australische Auslandsreisende richten. Mobilitätsteams sollten die Vorab-Briefings aktualisieren und sicherstellen, dass Mitarbeiter ihre Versicherungsverpflichtungen gemäß WHS-Gesetz und Firmenreise-Richtlinien anerkennen.
Quelle: Travel And Tour World