
Zehn Tage nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran, die zur Schließung regionaler Flughäfen führten, hat das französische Außenministerium den vollständigen Evakuierungsmodus aktiviert. Es koordiniert Charterflüge, Militärtransporte und maritime Ressourcen, um rund 7.500 Bürger, die um Hilfe gebeten haben, zurückzuholen. Die Luftbrücken werden durch die Schließung des Flughafens Ben Gurion in Tel Aviv erschwert, sodass Evakuierte zunächst auf dem Landweg nach Jordanien oder Ägypten gelangen müssen, bevor sie fliegen können. Im Golf transportieren französische MRTT- und A400M-Militärflugzeuge Versorgungsgüter zur Luftwaffenbasis Al-Dhafra und bringen gestrandete Touristen zurück, wobei die begrenzte Sitzplatzkapazität und einfache Kabinenbestuhlung diese Flüge für Kinder ungeeignet machen. Um die Kapazitäten zu erhöhen, hat Paris Festpreis-Blöcke für Flüge von Emirates und Etihad ab Maskat und Dubai ausgehandelt, wo die hohe Nachfrage zu Grenzwartezeiten von bis zu zehn Stunden führt. Gleichzeitig hat der amphibische Hubschrauberträger Tonnerre vor der Küste Libanons Position bezogen, um im Falle eines Ausfalls der kommerziellen Verbindungen Beiruts eine maritime Notfalloption bereitzustellen. Für multinationale Arbeitgeber mit Mitarbeitern in der Region unterstreicht die Operation die Bedeutung von Reisenden-Tracking-Tools wie Fil d’Ariane sowie robuster Evakuierungsklauseln in internationalen Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien. Unternehmen werden aufgefordert, Notfallkontakte zu aktualisieren, Nachweise über das Lebenszeichen zu überprüfen und sicherzustellen, dass ihre Mitarbeiter gültige Mehrfacheinreise-Schengen-Visa besitzen, um die Wiedereinreise zu erleichtern, sobald Flüge wieder möglich sind.
Quelle: Le Monde