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Australien verhängt sechsmonatiges Einreiseverbot für Inhaber iranischer Besuchervisa

März 31, 2026
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Australien verhängt sechsmonatiges Einreiseverbot für Inhaber iranischer Besuchervisa
Die australische Regierung hat erstmals stillschweigend ihre neuen Befugnisse zur Ankunftskontrolle (Arrival Control Determination, ACD) aktiviert und die Einreise für die meisten Inhaber von Besuchervisa der Unterklasse 600, die mit iranischen Pässen verknüpft sind, für einen anfänglichen Zeitraum von sechs Monaten ab dem 26. März 2026 untersagt. Dieser Schritt, bestätigt durch eine Richtlinie der Migrationsberatung The Migration Agency, erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender regionaler Spannungen und der Sorge des Innenministeriums, dass ein Anstieg von Asylanträgen die Kontrollressourcen überfordern könnte.

Nach Abschnitt 84B des Migrationsgesetzes (das Anfang dieses Monats geändert wurde) kann der Innenminister nun die Reise ganzer Visakohorten „pausieren“, auch nachdem die Visa bereits erteilt wurden. Betroffene iranische Staatsangehörige, die sich bei Inkrafttreten der Bestimmung außerhalb Australiens befanden, dürfen nur mit einem **Permitted Travel Certificate (PTC)** einreisen – einer Ermessensausnahme, die über ein neues Online-Portal beantragt werden muss. Reisende, die sich bereits in Australien aufhalten, dürfen bis zum Ablauf ihres Visums bleiben, könnten jedoch bei Ausreise an der Wiedereinreise gehindert werden.

Australien verhängt sechsmonatiges Einreiseverbot für Inhaber iranischer Besuchervisa


Migrationsanwälte betonen, dass diese Maßnahme in ihrem Umfang beispiellos ist, da sie das langjährige Prinzip außer Kraft setzt, dass ein erteiltes Visum das Recht auf Reisen garantiert. Unternehmen mit iranischen Fachkräften in Rotation überprüfen derzeit eilig ihre Dienstpläne, während Kreuzfahrtveranstalter, die persischsprachiges Personal einstellen, die Einstellung neuer Mitarbeiter vorerst ausgesetzt haben. Fluggesellschaften kennzeichnen betroffene Buchungen, um kurzfristige Abweisungen am Flughafen zu vermeiden.

Praktische Empfehlungen zur Einhaltung der Regelungen umfassen die Überprüfung des Visastatus aller iranischen Staatsangehörigen anhand der ACD-Liste, die Einplanung von bis zu sechs Wochen für die Entscheidung über ein PTC sowie die Vorbereitung alternativer Reiserouten über Dubai oder Doha – beides wichtige Transitpunkte für Iraner –, falls geplante Auslandsreisen storniert werden müssen. Arbeitgeber sollten zudem ihre Gleichstellungsrichtlinien anpassen und die Änderung transparent kommunizieren, da interne Kommunikationsteams von erhöhter Verunsicherung unter Doppelstaatlern berichten.

Beobachter der Migrationspolitik weisen darauf hin, dass die ACD-Regelung künftig für jede „Region oder Personengruppe“ angewandt werden kann, wenn der Minister der Ansicht ist, dass die Lage im Ausland ein Risiko für Überziehungen darstellt. Geschäftsreiseverbände befürchten, dass dieses Instrument künftig mit kurzer Vorwarnzeit erneut eingesetzt werden könnte, was die Planung globaler Mobilität zusätzlich erschwert und unvorhersehbarer macht.
Quelle: The Migration Agency

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