
Die Nationale Einwanderungsbehörde Chinas hat angekündigt, dass ab dem 15. April 2026 die papierbasierten Grenzverwaltungsbereichserlaubnisse (BMAs) durch ein vollständig elektronisches Dokument ersetzt werden. Diese Erlaubnis ist für Reisen in eingeschränkte Grenzgebiete – darunter Teile von Yunnan, Xinjiang und Tibet – erforderlich und wird häufig von Wanderern, Ingenieuren und Projektmitarbeitern aus Hongkong genutzt. Festlandbewohner ab 16 Jahren können über die App „NIA 12367“ online eine dreimonatige E-Erlaubnis beantragen, während Einwohner aus Hongkong, Macao und Taiwan, Überseechinesen sowie Inhaber ausländischer Pässe den Antrag persönlich bei den öffentlichen Sicherheitsbüros auf Kreisebene stellen müssen. Antragsteller können die Erlaubnis per E-Mail erhalten und in einer Smartphone-Wallet speichern; ein Ausdruck bleibt weiterhin gültig. Bei Kontrollen müssen Reisende sowohl die E-Erlaubnis als auch einen gültigen Ausweis (HKSAR-Pass oder Heimkehrerlaubnis) vorlegen. Die Umstellung soll die Abfertigung an abgelegenen Kontrollpunkten beschleunigen, die bisher auf manuelle Überprüfung der Papierdokumente angewiesen waren. Die NIA betonte, dass bestehende Papier-BMAs bis zum Ablaufdatum gültig bleiben, jedoch nach dem 15. April nicht mehr ausgestellt werden. Für Fachkräfte im Mobilitätsbereich bringt die Umstellung neue Anforderungen mit sich: Sicherstellung kompatibler Geräte für das Personal vor Ort, zusätzliche Zeit für persönliche Anträge von Nicht-Festlandmitarbeitern einplanen und Aktualisierung der Krisenmanagementsysteme zur Erfassung der E-Erlaubnisnummer (ein 16-stelliger Code ersetzt den alten Seitenstempel). Branchenverbände hatten sich für die Digitalisierung eingesetzt, da Papiererlaubnisse auf Baustellen leicht beschädigt werden und bei Verlust Projektverzögerungen verursachen. Die Behörden deuteten an, dass noch in diesem Jahr eine Selbstverlängerungsfunktion eingeführt werden könnte, abhängig von den Ergebnissen eines Pilotprogramms in Guangxi.
Quelle: State Council of the PRC