
Der Travel Industry Council (TIC) prognostiziert, dass die Zahl der Auslands-Pauschalreisen über das lange Osterwochenende leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird, mit etwa 1.400 Gruppen, obwohl die Fluggesellschaften im März die Treibstoffzuschläge um bis zu 24 % erhöht haben. Laut einem Bericht der SCMP erklärte TIC-Geschäftsführerin Fanny Yeung, dass 60 Prozent der ins Ausland reisenden Einwohner tatsächlich in benachbarte Städte auf dem Festland unterwegs sind, was die wachsende Attraktivität des Hochgeschwindigkeitszugs widerspiegelt. Hotelbuchungen in Bangkok, Osaka und Taipeh – traditionelle Kurzstreckenziele – liegen deutlich unter dem Niveau von 2019, was darauf hindeutet, dass preisbewusste Reisende vermehrt günstigere oder per Zug erreichbare Optionen wählen. Der eingehende Tourismus wird hingegen voraussichtlich keinen großen Aufschwung erleben; die Ausgaben der Festlandbesucher bleiben verhalten und die Hotelbelegung liegt weiterhin bei etwa 70 Prozent. Für Unternehmen gilt daher eine doppelte Botschaft: Regionale Flugtickets frühzeitig sichern, um Aufpreise zu vermeiden, und Zugalternativen für Mitarbeiter, die zwischen Hongkong und ihren Büros in der Greater Bay Area pendeln, in Betracht ziehen. Firmen im MICE-Sektor sollten zudem die Buchungszeiträume im Auge behalten; die Anfragen für Veranstaltungsorte während der Osterzeit waren laut TIC-Daten 18 Prozent kürzer als 2025. Yeung ergänzte, dass die Nachfrage nach Reisen in den Nahen Osten aufgrund des Iran-Israel-Konflikts eingebrochen ist, weshalb Agenturen die meisten Abreisen bis mindestens Oktober storniert haben.
Quelle: South China Morning Post