
Der internationale Flughafen Hongkong (HKIA) hat 12 zusätzliche Face Easy e-Kanäle in Betrieb genommen, womit die Gesamtzahl der Ankunftskanäle auf 26 steigt und die berührungslose Einwanderungskapazität der Stadt deutlich erweitert wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen e-Kanälen, die eine Ausweiskarten-Überprüfung und Fingerabdruckkontrolle erfordern, authentifizieren die neuen Bahnen Reisende ausschließlich per Gesichtserkennung. Sobald das Tor öffnet, dauert die Abfertigung weniger als sieben Sekunden – etwa ein Drittel der bisherigen Zeit. Das Einwanderungsamt kündigt an, dass die Einführung schrittweise bis 2027 fortgesetzt wird, wenn 52 biometrische Bahnen alle veralteten Kioske ersetzen sollen. Mit einer erwarteten Passagierzahl von 61 Millionen im Jahr 2025 ist Automatisierung entscheidend, um Geschäftsreisende zügig durch den Flughafen zu bringen: Die Wartezeiten in Stoßzeiten sanken nach Inbetriebnahme der ersten Bahnen im September letzten Jahres durchschnittlich um 18 Minuten. Arbeitgeber mit häufig reisenden Mitarbeitern sollten sicherstellen, dass diese ihre smarten Ausweise aktualisieren und der Nutzung von Gesichtsbildern zustimmen; Inhaber gültiger Angehörigen- und Arbeitsvisa sind automatisch berechtigt. Die Technologie wird noch in diesem Jahr in das One-ID Boarding integriert, was eine durchgängige Abwicklung vom Straßenrand bis zum Gate ohne Papierdokumente ermöglicht. Datenschutzbedenken sind bislang gering – der Datenschutzbeauftragte Hongkongs meldet keine Beschwerden im Zusammenhang mit dem System – dennoch sollten Unternehmen ihre internen Reisebestimmungen anpassen, um biometrische Opt-out-Möglichkeiten bei sensiblen Einsätzen zu berücksichtigen.
Quelle: Biometric Update