
Das polnische Innen- und Verwaltungsministerium (MSWiA) bestätigte am 5. April 2026, dass die im vergangenen Sommer wiedereingeführten temporären Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen für fast weitere sechs Monate, bis zum 1. Oktober 2026, bestehen bleiben. Die Entscheidung, die im Amtsblatt veröffentlicht und vom stellvertretenden Innenminister Paweł Sienkiewicz öffentlich bekanntgegeben wurde, begründet sich mit dem „anhaltenden Migrationsdruck an der östlichen EU-Grenze“ sowie Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine.
Obwohl Polen, Deutschland und Litauen alle zum visafreien Schengen-Raum gehören, erlaubt der Schengen-Grenzkodex die kurzfristige Wiedereinführung von Kontrollen „als letztes Mittel“, wenn die öffentliche Ordnung gefährdet ist. Die Kontrollpunkte wurden erstmals im Juli 2025 eingerichtet, nachdem polnische und deutsche Behörden einen Anstieg von Migranten gemeldet hatten, die über Belarus in die EU eingereist waren und weiter westwärts durch Polen zogen.
Laut Statistik der polnischen Grenzpolizei haben die Beamten an den Abschnitten Lubuskie und Dolnośląskie an der deutschen Grenze seit Wiederaufnahme der Kontrollen mehr als 775.000 Reisende überprüft und etwa 500 Personen zurückgewiesen. Auch Litauen meldet einen deutlichen Rückgang des irregulären Transitverkehrs seit der Intensivierung gemeinsamer Patrouillen mit Polen.
Für Unternehmen bedeutet die Verlängerung, dass Lkw, Reisebusse und Firmenwagen weiterhin Dokumentenkontrollen auf den Autobahnen A2 und A4 sowie an wichtigen Bahnübergängen erwarten müssen. Logistikfirmen – insbesondere just-in-time-Automobilzulieferer rund um Wrocław und Poznań – sollten mit möglichen Verzögerungen von 20 bis 40 Minuten zu Stoßzeiten rechnen. Luft- und Seeverbindungen bleiben unberührt, doch Geschäftsreisende, die Mietwagen aus Berlin oder Vilnius nutzen, müssen weiterhin Reisepässe oder Personalausweise mitführen und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen.
Polnische Behörden betonen, dass die Maßnahme „vorübergehend und gezielt“ sei. Dennoch berichten Hoteliers in Grenzstädten wie Słubice von einem Anstieg der Stornierungen durch deutsche Tagesausflügler um 7 % seit Wiederaufnahme der Kontrollen. Branchenverbände fordern daher von Warschau und Berlin eine Ausweitung der „grünen Korridore“ für EU-Bürger und vorab geprüfte Fracht, um den Handel trotz der Sicherheitskontrollen am Laufen zu halten.
Die EU-Innenminister werden die Maßnahme im Juni überprüfen. Sollte sich die Migrationslage entspannen, könnte Polen die Kontrollen früher aufheben, doch Insider gehen davon aus, dass dies vor dem lokalen Wahlzyklus im Herbst unwahrscheinlich ist.
Obwohl Polen, Deutschland und Litauen alle zum visafreien Schengen-Raum gehören, erlaubt der Schengen-Grenzkodex die kurzfristige Wiedereinführung von Kontrollen „als letztes Mittel“, wenn die öffentliche Ordnung gefährdet ist. Die Kontrollpunkte wurden erstmals im Juli 2025 eingerichtet, nachdem polnische und deutsche Behörden einen Anstieg von Migranten gemeldet hatten, die über Belarus in die EU eingereist waren und weiter westwärts durch Polen zogen.
Laut Statistik der polnischen Grenzpolizei haben die Beamten an den Abschnitten Lubuskie und Dolnośląskie an der deutschen Grenze seit Wiederaufnahme der Kontrollen mehr als 775.000 Reisende überprüft und etwa 500 Personen zurückgewiesen. Auch Litauen meldet einen deutlichen Rückgang des irregulären Transitverkehrs seit der Intensivierung gemeinsamer Patrouillen mit Polen.
Für Unternehmen bedeutet die Verlängerung, dass Lkw, Reisebusse und Firmenwagen weiterhin Dokumentenkontrollen auf den Autobahnen A2 und A4 sowie an wichtigen Bahnübergängen erwarten müssen. Logistikfirmen – insbesondere just-in-time-Automobilzulieferer rund um Wrocław und Poznań – sollten mit möglichen Verzögerungen von 20 bis 40 Minuten zu Stoßzeiten rechnen. Luft- und Seeverbindungen bleiben unberührt, doch Geschäftsreisende, die Mietwagen aus Berlin oder Vilnius nutzen, müssen weiterhin Reisepässe oder Personalausweise mitführen und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen.
Polnische Behörden betonen, dass die Maßnahme „vorübergehend und gezielt“ sei. Dennoch berichten Hoteliers in Grenzstädten wie Słubice von einem Anstieg der Stornierungen durch deutsche Tagesausflügler um 7 % seit Wiederaufnahme der Kontrollen. Branchenverbände fordern daher von Warschau und Berlin eine Ausweitung der „grünen Korridore“ für EU-Bürger und vorab geprüfte Fracht, um den Handel trotz der Sicherheitskontrollen am Laufen zu halten.
Die EU-Innenminister werden die Maßnahme im Juni überprüfen. Sollte sich die Migrationslage entspannen, könnte Polen die Kontrollen früher aufheben, doch Insider gehen davon aus, dass dies vor dem lokalen Wahlzyklus im Herbst unwahrscheinlich ist.
Quelle: Mezha
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