
Das australische Innenministerium stuft Indien stillschweigend als Risikomarkt für internationale Bildung ein. Laut dem Einwanderungsbericht vom 13. April der Business Standard wurden indische Antragsteller im Rahmen des vereinfachten Studentenvisum-Systems von Nachweisstufe 2 auf Stufe 3 hochgestuft, was strengere finanzielle Prüfungen und detailliertere Nachweise für den ernsthaften Studienwunsch zur Folge hat. Allein im Februar wurden 40 % der indischen Anträge abgelehnt – dreimal so viele wie 2025. Die Verschärfung fällt mit der Verdopplung der Gebühr für das Temporary Graduate Visum (Subclass 485) auf 4.600 AUD ab dem 1. März zusammen, wodurch die Kosten für einen zwei- bis dreijährigen Aufenthalt nach dem Studium fast 300.000 Rupien erreichen. Die Regierung Albanese argumentiert, die Änderungen stellten die Integrität angesichts der Rekordzuwanderung, steigender Mieten und wachsender politischer Kritik wieder her; Universitäten warnen jedoch vor einem möglichen Rückgang der indischen Einschreibungen zur Jahresmitte um 15 %. Bildungsexperten in Delhi und Hyderabad berichten, dass Bewerber nun hektisch zusätzliche Kontoauszüge beschaffen und möglicherweise Kanada oder Großbritannien bevorzugen, wo die Gebühren nach dem Studium deutlich niedriger sind. Gleichzeitig befürchten hochqualifizierte Arbeitgeber, die auf australisch ausgebildete indische Absolventen angewiesen sind, eine dünnere Talentpipeline, gerade jetzt, wo der Fachkräftemangel spürbar wird. Indische Unternehmen, die firmeninterne Versetzungen nach Australien sponsern, sollten mit längeren Bearbeitungszeiten und umfangreicheren Dokumentanforderungen rechnen. Analysten empfehlen, mehr Vorlaufzeit einzuplanen und die Entsandten über alternative Wege wie Kanadas beschleunigte Arbeitserlaubnisse für internationale Absolventen zu informieren.
Quelle: Business Standard
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