
Die Mitte-rechts-Koalition Finnlands machte am 17. April den nächsten formellen Schritt in ihrem angekündigten Einwanderungsreformpaket, als Innenministerin Mari Rantanen ein 350-seitiges Gesetzespaket im Parlament einbrachte. Das zentrale Element ist die Einführung einer verpflichtenden Multiple-Choice-Staatsbürgerschaftsprüfung, die ab Anfang 2027 entweder auf Finnisch oder Schwedisch abgelegt werden muss. Die Bewerber sollen etwa 20 bis 40 Fragen beantworten und eine Bestehensgrenze von rund 70 Prozent erreichen, wobei Themen von verfassungsmäßigen Rechten bis zum Alltag in Finnland abgedeckt werden. Universitäten werden beauftragt, den Fragenkatalog zu erstellen und regelmäßig zu aktualisieren.
Hinter dem Test steht das übergeordnete Ziel der Orpo-Regierung, den Zugang zur Staatsbürgerschaft nach mehreren Jahren mit Rekordzahlen bei Einbürgerungen zu verschärfen. Die Regierung argumentiert, dass klarere, objektiv überprüfbare Kriterien die Transparenz und Integration verbessern werden; Kritiker befürchten hingegen, dass der Test gut integrierte Arbeitskräfte und Studierende, die mit den Sprachen Schwierigkeiten haben, abschrecken könnte. Unternehmen, die ausländische Fachkräfte beschäftigen, sorgen sich wegen höherer Personalkosten, da sie verstärkt interne Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungen anbieten müssen.
Das Gesetzespaket enthält zudem Teile des EU-Migrations- und Asylpakts, die es ermöglichen, Asylanträge in „sicheren Drittstaaten“ außerhalb der EU zu bearbeiten. Außerdem wird eine systematische Sicherheitsüberprüfung von undokumentierten Migranten eingeführt und die Einkommensgrenze für Familienzusammenführungsvisa um 15 Prozent angehoben. Das Innenministerium schätzt, dass die kombinierten Reformen die dauerhafte Einwanderung um 8 bis 12 Prozent pro Jahr reduzieren könnten, sobald sie vollständig in Kraft sind.
Der Verwaltungsausschuss des Parlaments wird im Mai mit den Beratungen beginnen, und die Regierung hofft, die Zustimmung des Präsidenten vor der Sommerpause zu erhalten. Sollte das Gesetz nach diesem Zeitplan verabschiedet werden, haben Personalverantwortliche und Umzugsdienstleister nur sechs Monate Zeit, ihre Einarbeitungsunterlagen anzupassen, während potenzielle Staatsbürger, die bereits eine Bewerbung für 2027 planen, die Prüfungsvorbereitung in ihre Zeitplanung einbeziehen müssen.
Hinter dem Test steht das übergeordnete Ziel der Orpo-Regierung, den Zugang zur Staatsbürgerschaft nach mehreren Jahren mit Rekordzahlen bei Einbürgerungen zu verschärfen. Die Regierung argumentiert, dass klarere, objektiv überprüfbare Kriterien die Transparenz und Integration verbessern werden; Kritiker befürchten hingegen, dass der Test gut integrierte Arbeitskräfte und Studierende, die mit den Sprachen Schwierigkeiten haben, abschrecken könnte. Unternehmen, die ausländische Fachkräfte beschäftigen, sorgen sich wegen höherer Personalkosten, da sie verstärkt interne Sprachkurse und Prüfungsvorbereitungen anbieten müssen.
Das Gesetzespaket enthält zudem Teile des EU-Migrations- und Asylpakts, die es ermöglichen, Asylanträge in „sicheren Drittstaaten“ außerhalb der EU zu bearbeiten. Außerdem wird eine systematische Sicherheitsüberprüfung von undokumentierten Migranten eingeführt und die Einkommensgrenze für Familienzusammenführungsvisa um 15 Prozent angehoben. Das Innenministerium schätzt, dass die kombinierten Reformen die dauerhafte Einwanderung um 8 bis 12 Prozent pro Jahr reduzieren könnten, sobald sie vollständig in Kraft sind.
Der Verwaltungsausschuss des Parlaments wird im Mai mit den Beratungen beginnen, und die Regierung hofft, die Zustimmung des Präsidenten vor der Sommerpause zu erhalten. Sollte das Gesetz nach diesem Zeitplan verabschiedet werden, haben Personalverantwortliche und Umzugsdienstleister nur sechs Monate Zeit, ihre Einarbeitungsunterlagen anzupassen, während potenzielle Staatsbürger, die bereits eine Bewerbung für 2027 planen, die Prüfungsvorbereitung in ihre Zeitplanung einbeziehen müssen.
Quelle: Anadolu Agency