
Indische Urlauber können weiterhin bis zu 60 Tage visafrei nach Thailand einreisen, doch wer ein Visum mit Botschaftsstempel benötigt, muss bald tiefer in die Tasche greifen. Ein Rundschreiben der Königlichen Thailändischen Botschaft vom 22. April kündigt ab dem 27. April 2026 deutliche Gebührenerhöhungen für Touristen-, Nicht-Einwanderungs- und Langzeitvisa an. Ein Single-Entry-Touristenvisum kostet künftig ₹3.000 statt bisher ₹2.500, während ein Fünf-Jahres-Multi-Entry-Nicht-Einwanderungsvisum auf ₹30.000 ansteigt. SMART-Visa für Tech-Unternehmer steigen im Vier-Jahres-Tarif von ₹30.000 auf satte ₹1,2 Lakh. Auch Legalisierungs- und Passdienstleistungen werden teurer: Die Beglaubigung von Dokumenten kostet künftig ₹1.400, ein zehnjähriger thailändischer Reisepass ₹4.000. Die Botschaft begründet die Anpassungen mit gestiegenen Bearbeitungskosten und Währungsschwankungen. Es ist die erste umfassende Gebührenerhöhung seit 2019, vor der Pandemie. Für indische Unternehmen, die Mitarbeiter nach Thailand entsenden, kommt die Erhöhung zur ungünstigen Zeit: April und Mai sind Hochsaison für BOI-Arbeitserlaubnisse, sodass HR-Teams Einladungsschreiben mit den neuen Gebühren neu ausstellen müssen. Reiseverantwortliche sollten pro Reisendem mit 15–20 Prozent Mehrkosten rechnen, inklusive VFS-Servicegebühren. Positiv bleibt, dass das beliebte 60-Tage-Visafreieinreiseprogramm unverändert gilt, sofern Reisende ₹23.000 als finanzielle Mittel nachweisen und ein Rückflugticket vorlegen. Mobilitätsexperten empfehlen Unternehmen, Kurzzeit-Strategietreffen von Bangkok nach Kuala Lumpur oder Colombo zu verlegen – beide Orte verzichten derzeit auf Visagebühren – um Kosten zu sparen.
Quelle: The Economic Times