
Zypern startet seine größte Sicherheitsoperation seit Jahrzehnten, um die Staats- und Regierungschefs beim informellen Treffen des Europäischen Rates am 23. und 24. April zu empfangen. Die Polizei hat stufenweise Sperrungen wichtiger Verbindungsstraßen zwischen Nikosia, Larnaka und Famagusta angekündigt sowie zeitweise Schließungen der Autobahnen Nikosia–Larnaka und Larnaka–Ayia Napa. Ein NOTAM (Notice to Airmen) und NAVTEX wurden herausgegeben, die zivile Drohnenflüge und den Schiffsverkehr rund um den Hafen von Ayia Napa während der Gipfelzeiten einschränken. Für Mobilitätsmanager in Unternehmen bedeutet dies sofortige Einschränkungen: Fahrten zwischen dem internationalen Flughafen Larnaka und der Hauptstadt dauern nun bis zu zwei Stunden, und Kurierlieferungen, die eine zollrechtliche Freigabe am selben Tag erfordern, werden bis Montag verschoben. Fahrdienstanbieter haben Preisobergrenzen für Spitzenzeiten eingeführt, während mehrere multinationale Unternehmen Kundentermine ins Internet verlegt haben. Die Behörden betonen, dass die Maßnahmen vorübergehend sind, sehen darin aber auch einen realen Belastungstest für die Verkehrsinfrastruktur Zyperns vor der EU-Ratspräsidentschaft 2026/27. Analysten warnen, dass eine längere Verkehrsblockade das Bestreben der Insel, weitere regionale Hauptsitze anzusiedeln, beeinträchtigen könnte. Um die Auswirkungen zu minimieren, wird Unternehmen empfohlen, wenn möglich über den Flughafen Paphos umzuleiten, Hotelshuttles mit anerkannten Anbietern zu organisieren und Entsandte darauf hinzuweisen, einen Lichtbildausweis für stichprobenartige Kontrollen mitzuführen. Der normale Verkehr wird voraussichtlich am späten Abend des 24. April wieder aufgenommen, wobei ein drohnenweites Flugverbot bis Mitternacht als Anti-Überwachungsmaßnahme in Kraft bleibt.
Quelle: In-Cyprus