
Der Zoll in Hongkong gab am 1. Mai bekannt, dass eine einmonatige gemeinsame Aktion mit den Behörden in Festlandchina und Macau 46.000 gefälschte Uhren, Handys und Luxusaccessoires im Wert von 16 Millionen HKD sichergestellt hat. Von den 23 aufgedeckten Fällen betrafen 21 Sendungen, die über lokale Expresskurierzentren liefen, während zwei Lastwagenladungen an der Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke abgefangen wurden. Zwei Fahrer wurden festgenommen und später gegen Kaution freigelassen. Die Beschlagnahmung verdeutlicht die anhaltenden Compliance-Risiken für Unternehmen, die grenzüberschreitende E-Commerce-Abwicklung nutzen. Die Beamten erklärten, dass das Syndikat Schlupflöcher bei der „Re-Export“-Deklaration ausnutzte – indem Sendungen als Transitfracht angegeben wurden, um Kontrollen zu umgehen. Hongkong plant nun, innerhalb weniger Monate KI-basierte Röntgenbild-Abgleichsysteme an den Frachtkiosken der Brücke zu testen. Für Unternehmen ist die wichtigste Erkenntnis, dass Waren, die über Drittanbieter-Logistik verschickt werden, weiterhin geistigen Eigentumsprüfungen unterliegen können. Verantwortliche für den Transport von hochwertigen Mustern oder Markenartikeln sollten Pufferzeiten im Versandplan einplanen und mögliche Kontrollen einkalkulieren. Die Behörden betonten, dass der engere Informationsaustausch zwischen den drei Jurisdiktionen dauerhaft ist. Der Zoll in Macau wird bis zum vierten Quartal 2026 Verbindungsoffiziere in Hongkong stationieren, und ein Portal für Echtzeit-Frachtmanifestdaten soll im nächsten Jahr in Betrieb gehen. Unternehmen müssen mit häufigeren Stichprobenkontrollen rechnen, profitieren aber auch von schnelleren Abfertigungskorridoren für vertrauenswürdige Versender.
Quelle: South China Morning Post
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