
Sri-Lankische Familien, die ein Studium in Australien planen, sehen sich mit beispiellosen Schwierigkeiten konfrontiert, nachdem neue Statistiken des australischen Innenministeriums (DHA) offenbarten, dass im Februar 2026 38 Prozent ihrer Anträge auf ein Hochschulvisum abgelehnt wurden. Die Daten, berichtet von Sri Lankas Daily Mirror und bestätigt von SBS News, zeigen, dass Sri Lanka zu den am stärksten betroffenen südasiatischen Märkten gehört, hinter Nepal (65 Prozent), Bangladesch (51 Prozent) und Indien (40 Prozent). Bildungsexperten führen den Anstieg auf die Einführung des „Genuine Student“ (GS)-Tests in Canberra im Jahr 2025 zurück, der die bisherige Genuine Temporary Entrant-Anforderung ersetzt hat. Der GS-Test verlangt strengere Nachweise für den akademischen Fortschritt, Finanzierungsquellen, die die gesamten Studienkosten abdecken, sowie glaubwürdige Pläne für die Zeit nach dem Studium. Bewerber, die diese neuen Anforderungen nicht erfüllen, werden ohne Interview abgelehnt. Die höhere Ablehnungsquote hat unmittelbare finanzielle Folgen: Jeder abgelehnte Bewerber aus Sri Lanka verliert die Visagebühr von 2.000 AUD und muss entscheiden, ob er erneut einen Antrag stellt, auf Kanada oder Großbritannien ausweicht oder das Auslandsstudium ganz aufgibt. Australische Universitäten riskieren unterdessen, ihre Einschreibungsziele in lukrativen Masterprogrammen zu verfehlen, was sie zwingt, ihre Rekrutierung verstärkt auf Lateinamerika und Afrika auszurichten. Branchenvertreter in Colombo warnen, dass plötzliche Regeländerungen den Eindruck von Ungerechtigkeit verstärken und Australiens Image schaden könnten. Sie fordern das DHA auf, klare Bewertungsrichtlinien und Bearbeitungszeiten zu veröffentlichen, damit ernsthafte Bewerber sich besser vorbereiten können. Empfehlungen für Mobilitätsteams: Überprüfen Sie die GS-Test-Dokumentationslisten, legen Sie Wert auf transparente Finanznachweise und ermutigen Sie Studierende, Englischtests frühzeitig abzulegen, um kurzfristige Ablehnungen zu vermeiden.
Quelle: Daily Mirror (Sri Lanka)