
Der deutsche Chemiekonzern BASF gab am 5. Mai bekannt, dass er in Hyderabad ein Global Service Hub einrichten wird, das die Finanz- und Personalabteilungen für seine weltweiten Aktivitäten betreuen soll. Die Entscheidung folgt auf eine Bewertung mehrerer Städte und erfolgt nur wenige Monate, nachdem BASF in derselben Stadt ein digitales Zentrum eröffnet hat. Die neue Einheit – BASF Global Business Services Private Limited – wird in den nächsten zwei Jahren schrittweise aufgebaut und schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Finanzen, Personalwesen, Lieferkettenunterstützung und interne Beratung. Hyderabad wird damit neben Berlin, Kuala Lumpur und Montevideo zum vierten Standort im Shared-Services-Netzwerk von BASF und stärkt Indiens Rolle als attraktiven Standort für globale Unternehmensfunktionen. BASF-Manager betonen, dass das Hub als „Anlaufstelle“ für kurzfristige Spezialisten aus Europa und Lateinamerika dienen soll, was auf eine Zunahme von Intra-Company-Transfer-Visa (ICT) und grenzüberschreitenden Versetzungen vor Ort hindeutet. Der IT- und Industriesminister von Telangana, Sridhar Babu, begrüßte die Entscheidung und unterstrich das Ziel des Bundesstaates, Hyderabad neben dem Life-Sciences-Cluster auch als bevorzugten Standort für Unternehmensmobilität zu etablieren. Für Mobility-Manager zeigt die Ankündigung von BASF die wachsende Attraktivität Hyderabads für Expatriates: Die Nachfrage nach Mietwohnungen im Finanzviertel der Stadt ist im Jahresvergleich um 18 % gestiegen, und internationale Schulen verzeichnen Wartelisten für die Aufnahmejahre 2026-27. Unternehmen, die Teams vor Ort zusammenführen wollen, sollten die lokale Wohnraumsituation sowie die neuen Vorschriften von Telangana beachten, die Arbeitgeber verpflichten, ausländische Mitarbeiter innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft im staatlichen digitalen Einwohnerportal zu registrieren. Das Hub soll bis zum dritten Quartal 2026 betriebsbereit sein, die schrittweise Verlegung der Mitarbeiter beginnt im Juli. BASF plant, mit Relocation-Dienstleistern zusammenzuarbeiten, um Arbeitserlaubnisse und Beschäftigungsgenehmigungen für Ehepartner gemäß den aktualisierten Visabestimmungen für Angehörige in Indien zu erleichtern.
Quelle: BASF Media Release