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Polens neues EES-Grenzkontrollsystem verzeichnet im ersten Monat 6,8 Millionen Grenzübertritte und 9.400 Einreiseverweigerungen

Mai 6, 2026
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Polens neues EES-Grenzkontrollsystem verzeichnet im ersten Monat 6,8 Millionen Grenzübertritte und 9.400 Einreiseverweigerungen
Das polnische Innen- und Verwaltungsministerium (MSWiA) hat die ersten umfassenden Statistiken zu den ersten 25 Tagen des vollständigen Betriebs des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) an den Landesgrenzen veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden zwischen dem 10. April und dem 5. Mai 2026 fast 6,8 Millionen individuelle Grenzübertritte registriert, wobei das System 9.400 automatische Einreiseverweigerungen für Drittstaatsangehörige auslöste, die versuchten, nach Polen einzureisen. Das EES ersetzt die manuelle Passstempelung durch ein biometrisches Register, das Fingerabdrücke, Gesichtsaufnahmen sowie genaue Ein- und Ausreisedaten erfasst. Grenzbeamte erklärten bei einer Regierungspräsentation, dass automatisierte Kontrollschleusen die durchschnittliche Abfertigungszeit für regelkonforme Reisende um 30 Prozent verkürzt haben, während gleichzeitig die Kontrolle von Überziehungen und Identitätsbetrug verschärft wurde. Erste Analysen zeigen, dass bereits mehr als 2,4 Millionen einzigartige Reisende im polnischen Systemsegment registriert sind.

Aus Sicht der Geschäftsreisemobilität sind die neuen Kontrollen ein zweischneidiges Schwert. Reiseverantwortliche großer Unternehmen, die von der Polnischen Handelskammer befragt wurden, berichten, dass die biometrischen Kioske am Flughafen Warschau-Chopin und am Bahnübergang Terespol für Passinhaber, deren Daten bereits im System sind, „deutlich schneller“ arbeiten. Erstbesucher hingegen müssen mit Wartezeiten von bis zu 25 Minuten rechnen, während ihre Fingerabdrücke erfasst werden. Mehrere multinationale Unternehmen empfehlen daher ihren Mitarbeitern, bei der Planung von Reisen mit Nicht-EU-Gästen zusätzliche Zeitpuffer einzuplanen.

Polens neues EES-Grenzkontrollsystem verzeichnet im ersten Monat 6,8 Millionen Grenzübertritte und 9.400 Einreiseverweigerungen


Die 9.400 Einreiseverweigerungen betrafen überwiegend Passagiere, die wegen vorheriger Überziehungen oder Warnhinweisen im Schengener Informationssystem auffielen. Rechtsexperten warnen, dass eine einmal im EES ausgelöste Verweigerung in allen 29 teilnehmenden Staaten sichtbar ist, weshalb zeitnahe Rechtsmittel entscheidend sind. Das MSWiA arbeitet derzeit daran, die nationale Visadatenbank Polens mit dem EES zu verknüpfen, sodass Überziehungen künftig automatisch Arbeitgeber benachrichtigen, die Arbeitserlaubnisse ausstellen.

Blickt man in die Zukunft, bestätigte das Ministerium, dass Polen das EES bis Oktober mit dem kommenden Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) verbinden wird. Unternehmen, die häufig Mitarbeiter innerhalb des Schengen-Raums entsenden, sollten daher ihre Mobilitätsrichtlinien aktualisieren und sicherstellen, dass Reisende ihre 90/180-Tage-Aufenthaltsrechte kennen und bei jeder Grenzüberquerung dasselbe Reisedokument mitführen.
Quelle: PAP MediaRoom

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