
Die Nationale Einwanderungsbehörde (NIA) teilte am 6. Mai mit, dass chinesische Grenzkontrollbeamte während der Feiertage vom 1. bis 5. Mai insgesamt 11,279 Millionen Ein- und Ausreisen abgefertigt haben – ein Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausländische Staatsangehörige machten davon 1,255 Millionen aus, was einem Zuwachs von 12,5 Prozent entspricht. Bemerkenswert ist, dass 436.000 dieser ausländischen Reisenden ohne Visum nach China einreisten, ein Plus von 14,7 Prozent. Die Behörden führen diesen Anstieg auf Pekings einseitiges 30-tägiges visumfreies Programm zurück, das inzwischen 47 Länder umfasst, sowie auf kürzlich geschlossene Gegenseitigkeitsabkommen mit Kanada, Großbritannien und Russland. Die Zahlen bestätigen, dass die Nachfrage nach Geschäftsreisen schneller als erwartet wieder anzieht. Fluggesellschaften haben bereits zusätzliche Sommerverbindungen auf den Strecken Shanghai–Paris, Peking–Toronto und Guangzhou–London angekündigt, um von diesem Trend zu profitieren. Reiseverantwortliche sollten mit einer knapperen Sitzplatzverfügbarkeit rund um das bevorstehende Drachenbootfest (8.–10. Juni) rechnen und flexible Tarife frühzeitig sichern. Die NIA ergänzte, dass die durchschnittlichen Wartezeiten an den großen Flughäfen dank 1.700 neu installierter elektronischer Kontrollschleusen und Echtzeit-Algorithmen zur Passagierflusssteuerung unter 30 Minuten blieben. Unternehmen sollten Vielreisende ermutigen, sich für das Fast-Pass-Programm anzumelden, das nun für Passinhaber aus 30 visumfreien Ländern geöffnet ist. Trotz der positiven Entwicklung erinnerten die Behörden Besucher daran, dass in Festlandchina weiterhin eine Unterkunftsregistrierung innerhalb von 24 Stunden erforderlich ist. Personalabteilungen, die große Meetings ausrichten, müssen die Koordination mit Hotels sicherstellen, um Compliance-Verstöße zu vermeiden, die die Einladungserlaubnis des Unternehmens gefährden könnten.