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Treffen des Türkei-Deutschland Strategiedialogs zur Lösung von Mobilitätsproblemen geplant

Mai 18, 2026
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Treffen des Türkei-Deutschland Strategiedialogs zur Lösung von Mobilitätsproblemen geplant
In einer kurzen Erklärung vom 17. Mai 2026 gab das türkische Außenministerium bekannt, dass Außenminister Hakan Fidan am 18. Mai nach Berlin reisen wird, um an der dritten Sitzung des strategischen Dialogmechanismus Türkei–Deutschland teilzunehmen, die gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Johann David Wadephul geleitet wird. Obwohl die Agenda Sicherheits- und Regionalfragen umfasst, bestätigen diplomatische Quellen, dass vor allem Probleme bei der Arbeitsmobilität – insbesondere der Rückstau bei Familienzusammenführungsvisa in Deutschland und Ankaras Forderungen nach einer Liberalisierung der Schengen-Visa – im Mittelpunkt der bilateralen Gespräche stehen werden. Deutschland beherbergt die weltweit größte türkische Diaspora (etwa drei Millionen Menschen), und die Bearbeitungszeiten für Visa haben sich an einigen deutschen Konsulaten in der Türkei auf 10 bis 12 Wochen verlängert, was Sommerreisen und Geschäftsreisen erschwert. Türkische Exporteure beklagen zudem, dass die 2024 von Berlin eingeführten verlängerten Grenzkontrollen weiterhin Just-in-Time-Lieferungen von Autoteilen nach Bayern verzögern. Ankara wird voraussichtlich ein Pilotprogramm für Vertrauenshändler-Spuren an den Bahnübergängen Kapıkule–Kapıköy sowie zusätzliche Interviewtermine für Geschäftsreisende im Rahmen der EU-Türkei-Zollunion fordern. Für Berlin bietet das Treffen die Gelegenheit, Ankaras Zusammenarbeit bei der Bekämpfung irregulärer Migration entlang der Balkanroute zu sichern. Innenministerium-Vertreter deuten an, dass Deutschland sein Fachkräfte-Rekrutierungsprogramm für Westbalkanländer auf ausgewählte türkische technische Berufe ausweiten könnte – ein Schritt, der vom deutschen Mittelstand angesichts akuter Arbeitskräftemangel begrüßt wird. Zugeständnisse müssen jedoch innenpolitische Sensibilitäten bezüglich der Einwanderungszahlen berücksichtigen. Der Dialogmechanismus wurde 2024 nach einer sechsjährigen Pause wiederbelebt und zielt darauf ab, praktische Aktionspläne statt hochtrabender Kommuniqués zu erarbeiten. Frühere Runden führten zur gegenseitigen Anerkennung von COVID-19-Impfzertifikaten und einer Verdopplung der Stipendien für akademischen Austausch. Mobilitätsexperten sollten die Pressekonferenz nach dem Treffen am 18. Mai genau verfolgen: Eine beschleunigte Business-Visa-Abwicklung oder eine erweiterte Kontingentierung für Familientermine würde die Einsatzplanung für deutsche und türkische multinationale Unternehmen sofort erleichtern. Selbst kleine Fortschritte wären vor der Hauptreisezeit von großer Bedeutung. Sollten die Gespräche scheitern, müssen Unternehmen mit anhaltenden Verzögerungen rechnen und Reisende dazu anhalten, Termine mindestens drei Monate im Voraus zu sichern.
Quelle: Republic of Türkiye Ministry of Foreign Affairs

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