
Die ausländische Investitionsagentur Hongkongs, InvestHK, meldet, dass die Stadt in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 bereits über 310 neue oder expandierende Unternehmen anziehen konnte und dabei rund 26 Milliarden HK$ (3,3 Milliarden US-Dollar) an frischem Kapital investiert wurde. Alpha Lau Hai-suen, Generaldirektorin von InvestHK, erklärte in einer Sendung des Commercial Radio am 17. Mai, dass der Kapitalzufluss auf die Entspannung der Beziehungen zwischen China und den USA nach dem Gipfeltreffen zwischen Xi und Trump im Mai 2026 zurückzuführen sei. Zu den neuen Unternehmen zählen US-amerikanische Life-Science-Start-ups, Fintech-Firmen aus Südostasien sowie fortschrittliche Fertigungsunternehmen vom Festland. Etwa 70 Prozent haben Hongkong als Hauptsitz oder Forschungs- und Entwicklungsstandort gewählt, um die Märkte der Greater Bay Area zu bedienen, und profitieren dabei von vereinfachten Visa-Verfahren wie dem Top Talent Pass Scheme (TTPS) und dem Admission Scheme für die zweite Generation chinesischer Hongkonger Daueraufenthaltsberechtigter. InvestHK schätzt, dass die Projekte innerhalb von drei Jahren mehr als 9.000 Fachkräfte beschäftigen werden. Immobilienberater berichten von einem deutlichen Anstieg der Vorvermietungen von erstklassigen Büros in Central und Kowloon East, während Umzugsunternehmen eine um 10 Prozent gestiegene Nachfrage nach Plätzen an internationalen Schulen und temporären Serviced Apartments seit Januar verzeichnen. Lau betonte, dass Hongkong seine Talentservices verbessern müsse – etwa durch digitale Visa-Verfahren, Klarstellungen zu Arbeitsrechten für Ehepartner und erweiterte e-Channel-Berechtigungen für Vielreisende –, um das Wachstumstempo zu halten. Sie rief multinationale Arbeitgeber dazu auf, frühzeitig die bald startenden Bürocluster in der Northern Metropolis zu nutzen, die Pendlern aus Shenzhen schnelleren Grenzverkehr ermöglichen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Botschaft klar: Hongkongs wirtschaftsfreundliche Einwanderungspolitik steht wieder im Fokus, und Unternehmen, die schnell handeln, können weiterhin von großzügigen Mietanreizen, Steuervergünstigungen für F&E und Pilotkontingenten bei wichtigen Visa profitieren, bevor der Wettbewerb zunimmt.
Quelle: South China Morning Post
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