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„Östlicher Schild“: Warschau stellt 450-Millionen-Euro-Öko-Verteidigungsplan zur Verstärkung der 700 km langen Grenze vor

Mai 26, 2026
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„Östlicher Schild“: Warschau stellt 450-Millionen-Euro-Öko-Verteidigungsplan zur Verstärkung der 700 km langen Grenze vor
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 25. Mai stellten die Ministerien für Klima & Umwelt sowie Verteidigung die naturbasierten Maßnahmen des polnischen Programms „Tarcza Wschód“ (Ost-Schild) vor. Dieses milliardenschwere Projekt zielt darauf ab, die 700 Kilometer lange Ostgrenze des Landes zu sichern und gleichzeitig die EU-Klimaziele zu erfüllen. Allein in diesem Monat werden 450 Millionen PLN (rund 100 Millionen Euro) an EU-Mitteln in die Renaturierung von Feuchtgebieten, Änderungen im Waldmanagement und weitere Maßnahmen fließen, die die grenzüberschreitende Bewegung feindlicher Kräfte – und damit auch irregulärer Migranten – erschweren sollen.

In einem Umkreis von 50 Kilometern zur Grenze werden Kahlschläge eingeschränkt, Totholz bewusst belassen und Entwässerungen gestoppt, um natürliche Hindernisse zu schaffen. Im fünf Kilometer breiten Grenzstreifen gilt ein vollständiges Holzschlagverbot. Die Strategie ergänzt das im Frühjahr angekündigte 10-Milliarden-Euro-Programm des Verteidigungsministeriums für physische Grenzbefestigungen. Gemeinsam bilden sie laut Vizeverteidigungsminister Cezary Tomczyk eine „grüne Abschreckungsmauer“.

„Östlicher Schild“: Warschau stellt 450-Millionen-Euro-Öko-Verteidigungsplan zur Verstärkung der 700 km langen Grenze vor


Regionale Parks, Kommunalverwaltungen und NGOs können ab dem 29. Mai Förderanträge aus dem EU-Fonds FEnIKS stellen; Projekte mit klarem Verteidigungsbezug werden bevorzugt. Unternehmen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Forstwirtschaft, Umweltberatung und Logistik sehen darin neue Auftragschancen. Gleichzeitig warnen Beteiligte vor möglichen Genehmigungsverzögerungen bei bestehenden grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten, falls die Naturschutzauflagen verschärft werden.

Aus Mobilitätssicht könnten strengere Ökosystemschutzmaßnahmen und neue Sperrzonen geplante Straßenverbreiterungen, Bahnmodernisierungen und Pipeline-Korridore an den Grenzen zu Belarus, der Ukraine und den baltischen Staaten beeinträchtigen. Arbeitgeber, die Pendler-Shuttles in Grenzstädten einsetzen, sollten mit saisonalen Zugangsbeschränkungen während der Renovierungsarbeiten rechnen.

Die Regierung betont, dass die naturbasierten Maßnahmen den EU-Umweltrichtlinien entsprechen und Polen als Pilotprojekt für „Dual-Use“-Grünverteidigungsprojekte positionieren. Laut Klimaministerin Paulina Hennig-Kloska haben Brüsseler Behörden bereits Interesse bekundet, das Konzept an weiteren EU-Außengrenzen zu übernehmen.
Quelle: Ministerstwo Klimatu i Środowiska (gov.pl)

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