
Am Eröffnungstag der 40. Internationalen Reisemesse (ITE) in Hongkong am 11. Juni organisierte das Asia Tourism Exchange Center – eine Agentur des chinesischen Ministeriums für Kultur und Tourismus – ein hochkarätiges „Briefing zur visafreien Einreise und Produktvorstellung ‚Eine Reise, mehrere Stopps‘“. Vertreter führten ausländische Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Handelskammern durch die rasch wachsende Liste einseitiger und gegenseitiger visafreier Abkommen, die inzwischen 50 Länder umfasst, sowie das 240-Stunden-Transitvisum-frei-Programm für Reisende aus 55 Nationen. Das Briefing fand statt, während Peking mehrere Probeerlasse bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und Märkte wie Kanada, Großbritannien und Schweden in die 30-tägige visafreie Liste aufgenommen hat. Die Redner betonten, dass die meisten Kurzaufenthalte zu touristischen Zwecken, Geschäftsbesprechungen, Messen und Familienbesuchen nun mit nichts weiter als einem Reisepass und einem Rück- oder Weiterflugticket möglich sind, sofern die Einreise über einen der 60 ausgewiesenen Grenzpunkte erfolgt. Um ausländischen Großhändlern die Buchung der neuen Flexibilität zu erleichtern, stellten die Veranstalter zehn thematische „Eine Reise, mehrere Stopps“-Routen vor, die Hongkong mit benachbarten Städten der Greater Bay Area (GBA) sowie kulturellen Zentren im Landesinneren wie Xi’an und Chengdu verbinden. Beispielpakete verknüpfen Hongkongs Luftverkehrsknotenpunkt mit Hochgeschwindigkeitszugverbindungen nach Shenzhen für Besuche im Biotechnologiepark, weiter nach Guangzhou zur Canton Fair und enden in Guilin mit Öko-Retreats – alles in einer einzigen elektronischen Reiseroute. Aus Sicht der Unternehmensmobilität reduziert die Initiative die bürokratischen Hürden für multinationale Unternehmen, die Hongkong als Ausgangspunkt für Reisen nach China nutzen. Personalabteilungen wurden informiert, dass Mitarbeiter, die für die visafreie Einreise qualifiziert sind, nun Freizeit an aufeinanderfolgende Meetings in mehreren Festlandstädten anhängen können, ohne zusätzliche Visaanträge oder Aufenthaltsgenehmigungen zu benötigen. Reiseverantwortliche sollten ihre Richtlinien aktualisieren, um zu kennzeichnen, welche Reisepässe von Geschäftsvisa (M) auf visafreie Einreise umgestellt werden können und welche Grenzstellen einen 24-Stunden-Konsulardienst bieten. Reiseanalysten prognostizieren, dass das Briefing die Erholung des inbound MICE-Verkehrs (Meetings, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen) beschleunigen wird. Da Hongkong als vollständig wiedereröffneter Luftverkehrsknotenpunkt bereits 80 Prozent des Passagieraufkommens vor der Pandemie erreicht hat, sehen die Behörden auf dem Festland koordinierte Marketingmaßnahmen als nächsten Hebel, um das Ziel des Handelsministeriums von 115 Milliarden US-Dollar Einnahmen aus dem inbound Dienstleistungshandel bis 2026 zu erreichen.
Quelle: People’s Daily (GBA channel)
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