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EU-Großbritannien-Gipfel für den 22. Juli bestätigt – Vorstoß für Abkommen zur Jugendmobilität

Juni 17, 2026
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EU-Großbritannien-Gipfel für den 22. Juli bestätigt – Vorstoß für Abkommen zur Jugendmobilität
Brüssel und London haben sich darauf geeinigt, am 22. Juli einen lange verschobenen Gipfel abzuhalten, um die Beziehungen nach dem Brexit „neu zu justieren“, gab der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, am Rande des G7-Gipfels bekannt. Das Treffen wurde zweimal verschoben, während die Verantwortlichen über ein Jugendmobilitätsprogramm verhandelten, das unter 30-Jährigen ermöglichen soll, ohne vollständige Arbeitserlaubnis in den jeweiligen Gebieten zu leben, zu arbeiten und zu studieren. Für britische Unternehmen ist dieser Durchbruch von großer Bedeutung: Ein gegenseitiger Rahmen für kurzfristige Mobilität könnte den Verwaltungsaufwand bei der Entsendung von Nachwuchskräften in die EU erheblich reduzieren und die Talentpipeline für Saison- und Absolventenstellen wiederbeleben. EU-Diplomaten warnen jedoch, dass Zugeständnisse bei der Gleichstellung der Studiengebühren für EU-Studierende sowie bei der gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen zur Debatte stehen. Auf der Gipfelagenda stehen außerdem ein Abkommen zu Gesundheits- und Pflanzenschutzstandards zur Verringerung von Grenzkontrollen bei Lebensmittelexporten, Gespräche über die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen sowie die Zusammenarbeit bei kritischen Lieferketten. Etwaige Nebenabkommen, die im Juli getroffen werden, sollen in die Aktualisierungen der britischen Einwanderungsregeln im Herbst einfließen, weshalb Mobilitätsteams die Entwürfe genau beobachten sollten. Das politische Risiko bleibt bestehen: Premierminister Keir Starmer steht unter innenpolitischem Druck, die „Freizügigkeit nicht neu aufleben zu lassen“, während mehrere EU-Staaten strengere Bedingungen für den Zugang britischer Staatsbürger zum Gesundheitssystem fordern. Dennoch betonen Verantwortliche auf beiden Seiten, dass das Jugendprogramm eine „rote Linie“ für den Neustart darstellt, und erwarten noch in diesem Sommer eine grundlegende Einigung.
Quelle: The Guardian

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