
Der American-Airlines-Flug AA735 von London-Heathrow nach Charlotte kehrte am 10. Juni nach mehreren Blitzeinschlägen über Manchester nach LHR zurück. Vier Tage später steht die Boeing 777-300ER noch immer am Boden und wartet auf eine gemeinsame Inspektion durch die britische Luftfahrtbehörde CAA und die US-FAA, bestätigte die Fluggesellschaft. Die verlängerte Ausfallzeit reduziert während des geschäftigen Sommerflugplans einen Großraumjet in American Airlines’ transatlantischer Rotation, was zu kurzfristigen Flugzeugwechseln und Umleitungen der Passagiere über Philadelphia oder JFK führt. Die knappen Slots am Flughafen Heathrow lassen kaum Spielraum; Analysten von OAG schätzen, dass das am Boden gebliebene Flugzeug einem vorübergehenden Rückgang von 1,2 % der Sitzplatzkapazität von AA auf der UK–US-Strecke entspricht. Nach den UK261-Regeln gelten Blitzeinschläge als „außergewöhnliche Umstände“, weshalb eine finanzielle Entschädigung unwahrscheinlich ist, Airlines jedoch weiterhin für Verpflegung, Hotels und Umbuchungen sorgen müssen. Reiseleiter mit Firmenverträgen auf der Strecke Heathrow–Charlotte raten Reisenden, bis zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs auf Routen mit mehreren Frequenzen auszuweichen. Der Vorfall verdeutlicht auch die regulatorische Übergabe zwischen FAA und CAA: Eine von der FAA zertifizierte Airline, die im britischen Luftraum operiert, muss vor dem Abflug beide Behörden zufriedenstellen – ein Prozess, der sich bei Haut- oder Avionikreparaturen auf bis zu eine Woche ausdehnen kann.
Quelle: Air Traveler Club
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