
Emirates ist diese Woche die zweite Golf-Fluggesellschaft, die ihre Tickets mit einer optionalen Krisenversicherung attraktiver macht. Am 19. Juni 2026 wurde die „Umfassende Reiseversicherung“ vorgestellt. Die Zusatzversicherung, die von AIGs Travel Guard unterzeichnet wird, erstattet medizinische Kosten bis zu 25.000 US-Dollar – auch bei konfliktbedingten Vorfällen – und bietet zudem Hotelunterkünfte sowie kostenlose Umbuchungen, falls regionale Lufträume geschlossen werden und Reisende dadurch gestrandet sind. Das Produkt baut auf den medizinischen Absicherungen aus der COVID-Zeit auf und adressiert direkt eine neue Verbraucherangst: geopolitische Störungen im Nahen Osten. Emirates gibt an, dass die Police bei der Buchung oder über „Manage My Booking“ verfügbar ist und unabhängig von staatlichen Reisehinweisen gilt. Für Firmenreiseteams bietet das Programm eine zusätzliche Absicherung, wenn Mitarbeiter über Dubai, den weltweit verkehrsreichsten Langstrecken-Drehkreuz, reisen. Reiseverantwortliche sollten jedoch bestehende medizinische und Sicherheits-Evakuierungspolicen genau prüfen, um Doppelzahlungen für ähnliche Leistungen zu vermeiden. Die Maßnahme von Emirates folgt auf Etihads Entscheidung Anfang der Woche, Passagieren auf Transitflügen in Abu Dhabi eine kostenlose medizinische Absicherung anzubieten. Gemeinsam markieren diese Initiativen einen Branchentrend: Die großen Golf-Drehkreuze bündeln Versicherungsleistungen, um den Wert ihrer Hubs nach monatelangen konfliktbedingten Flugumleitungen wieder zu steigern. Sollte die Nachfrage der Passagiere stark sein, erwarten Analysten, dass konkurrierende Allianzen und asiatische Drehkreuze dieses Modell übernehmen und damit die Zusatzumsätze in der Luftfahrtbranche neu gestalten könnten.
Quelle: The Flight Club