
Das österreichische Innenministerium ist einen Schritt näher an der vollständigen Digitalisierung der Grenzkontrolle: Mit der landesweiten Einführung einer Smartphone-basierten Fingerabdruck-Scan-App. Innenminister Gerhard Karner stellte das Tool am 25. Juni 2026 bei einer groß angelegten „Planquadrat“-Kontrolle am Wiener Westbahnhof vor. Die App ermöglicht es Polizei- und Grenzkontrollbeamten, Fingerabdrücke von Reisenden in weniger als 30 Sekunden zu erfassen und in Echtzeit mit nationalen und EU-Datenbanken abzugleichen.
Das gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Technologie entwickelte System wurde seit Herbst 2025 von rund 600 Beamten in fünf Bundesländern getestet. Dabei wurden bereits über 1.300 Abfragen durchgeführt, die zur Festnahme von zwei mutmaßlichen Drogenhändlern, zur Identifizierung einer Person mit einem 20-jährigen EU-Haftbefehl wegen Betrugs sowie zu mehreren Fällen von Visaüberschreitungen führten. Das Ministerium kündigt an, dass bis August alle Bundesländer mit der Ausrüstung versorgt werden und die App Anfang Juli auf einer UN-Sicherheitskonferenz in New York präsentiert wird.
Aus Mobilitätssicht verspricht die Technologie schnellere Identitätsprüfungen an Bahnhöfen, Flughäfen und Kontrollstellen, wodurch Begleitungen zu Polizeistationen für manuelle Fingerabdrücke entfallen. Geschäftsreisende profitieren von kürzeren Wartezeiten, während gefälschte oder geliehene Ausweise besser erkannt werden. Arbeitgeber, die Mitarbeiter in Nachbarländer mit temporären Kontrollen entsenden, sollten darauf achten, dass diese stets gültige Reisepässe oder Personalausweise mitführen.
Digitale Bürgerrechtsgruppen begrüßen das kontaktlose Verfahren, das hygienische Probleme herkömmlicher Glas-Scanner vermeidet, fordern jedoch eine transparente Veröffentlichung der Audit- und Speicherfristen für biometrische Daten. Das Innenministerium erklärt, dass Scans bei negativem Abgleich sofort gelöscht und nur bei rechtlicher Grundlage, etwa einem Haftbefehl, gespeichert werden.
Der österreichische Rollout erfolgt parallel zur EU-Einführung des Entry/Exit-Systems (EES) und der ETIAS-Reisegenehmigung Ende 2026. Beamte betonen, dass die mobilen Geräte künftig für das Auslesen der neuen EUDI-Wallets aufgerüstet werden, womit die österreichische Polizei zu den ersten europäischen Behörden mit einer voll integrierten, handlichen Grenzkontrolllösung zählt.
Das gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Technologie entwickelte System wurde seit Herbst 2025 von rund 600 Beamten in fünf Bundesländern getestet. Dabei wurden bereits über 1.300 Abfragen durchgeführt, die zur Festnahme von zwei mutmaßlichen Drogenhändlern, zur Identifizierung einer Person mit einem 20-jährigen EU-Haftbefehl wegen Betrugs sowie zu mehreren Fällen von Visaüberschreitungen führten. Das Ministerium kündigt an, dass bis August alle Bundesländer mit der Ausrüstung versorgt werden und die App Anfang Juli auf einer UN-Sicherheitskonferenz in New York präsentiert wird.
Aus Mobilitätssicht verspricht die Technologie schnellere Identitätsprüfungen an Bahnhöfen, Flughäfen und Kontrollstellen, wodurch Begleitungen zu Polizeistationen für manuelle Fingerabdrücke entfallen. Geschäftsreisende profitieren von kürzeren Wartezeiten, während gefälschte oder geliehene Ausweise besser erkannt werden. Arbeitgeber, die Mitarbeiter in Nachbarländer mit temporären Kontrollen entsenden, sollten darauf achten, dass diese stets gültige Reisepässe oder Personalausweise mitführen.
Digitale Bürgerrechtsgruppen begrüßen das kontaktlose Verfahren, das hygienische Probleme herkömmlicher Glas-Scanner vermeidet, fordern jedoch eine transparente Veröffentlichung der Audit- und Speicherfristen für biometrische Daten. Das Innenministerium erklärt, dass Scans bei negativem Abgleich sofort gelöscht und nur bei rechtlicher Grundlage, etwa einem Haftbefehl, gespeichert werden.
Der österreichische Rollout erfolgt parallel zur EU-Einführung des Entry/Exit-Systems (EES) und der ETIAS-Reisegenehmigung Ende 2026. Beamte betonen, dass die mobilen Geräte künftig für das Auslesen der neuen EUDI-Wallets aufgerüstet werden, womit die österreichische Polizei zu den ersten europäischen Behörden mit einer voll integrierten, handlichen Grenzkontrolllösung zählt.
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