
Ab dem 1. Juli 2026 unterliegen alle Pakete mit einem Warenwert unter 150 € aus Nicht-EU-Händlern wie Temu, Shein oder AliExpress, die nach Zypern geliefert werden, automatisch einer Zollgebühr von 3 €. Diese Maßnahme, die der EU-Rat im vergangenen Jahr beschlossen hat, beendet die jahrzehntelange „De-minimis“-Ausnahme, die es ermöglichte, günstige Waren zollfrei in die EU einzuführen. Das zyprische Zollamt bestätigte die neue Regelung in einem am Dienstagabend veröffentlichten Rundschreiben und betonte, dass die Gebühr pro Produktkategorie erhoben wird. Ein Paket mit einem T-Shirt, einer Handyhülle und einem Paar Ohrringen wird demnach mit 9 € Zoll belastet, da jedes Produkt einer anderen Tarifgruppe zugeordnet ist.
In der Praxis werden die meisten Online-Marktplätze, die im Import-One-Stop-Shop (IOSS)-System registriert sind, die Gebühr direkt beim Checkout einziehen. Verbraucher, die über Plattformen ohne IOSS-Registrierung oder von einzelnen Verkäufern bestellen, müssen die Gebühr vor der Zustellung bei Cyprus Post oder dem Kurier begleichen. Laut Zollamt werden Pakete, bei denen die Gebühr nicht bezahlt wurde, 30 Tage lang zurückgehalten und anschließend an den Absender zurückgeschickt.
Die Europäische Kommission bezeichnet die Pauschalgebühr als vorübergehende Lösung bis zur Inbetriebnahme des neuen „Customs Data Hub“ im Jahr 2028. Brüssel schätzt, dass jährlich bis zu eine Milliarde kleiner Pakete unter den alten Regeln zollfrei bleiben, was den Haushalten der Mitgliedstaaten Einnahmeverluste von über 7 Milliarden Euro pro Jahr beschert. Für Zypern, dessen E-Commerce seit der Pandemie stark gewachsen ist, wird erwartet, dass während der 30-monatigen Übergangsphase mehrere Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen generiert werden.
Für Unternehmen bringt die Änderung sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Zyprische Logistikunternehmen bereiten sich auf ein höheres Paketaufkommen an den Umschlagplätzen in Larnaka und Limassol vor, während lokale Online-Händler hoffen, dass die neue Gebühr die Preisdifferenz zu asiatischen Konkurrenten verringert. Multinationale Arbeitgeber mit Mitarbeitern in Zypern werden dazu geraten, ihre Spesenrichtlinien zu aktualisieren, da persönliche Online-Bestellungen, die an Firmenadressen geliefert werden, nun zollpflichtig sind. Steuerberater weisen zudem darauf hin, dass die 3 € Gebühr separat von der Mehrwertsteuer und gegebenenfalls der Verbrauchsteuer erhoben wird. Ein Paket mit geringem Warenwert kann somit mehrere Abgaben auslösen. Unternehmen, die Ersatzteile oder Werbematerial in kleinen Sendungen importieren, sollten ihre Gesamtkosten neu kalkulieren und gegebenenfalls auf Sammeltransporte umstellen, um die Zollbelastung zu reduzieren.
In der Praxis werden die meisten Online-Marktplätze, die im Import-One-Stop-Shop (IOSS)-System registriert sind, die Gebühr direkt beim Checkout einziehen. Verbraucher, die über Plattformen ohne IOSS-Registrierung oder von einzelnen Verkäufern bestellen, müssen die Gebühr vor der Zustellung bei Cyprus Post oder dem Kurier begleichen. Laut Zollamt werden Pakete, bei denen die Gebühr nicht bezahlt wurde, 30 Tage lang zurückgehalten und anschließend an den Absender zurückgeschickt.
Die Europäische Kommission bezeichnet die Pauschalgebühr als vorübergehende Lösung bis zur Inbetriebnahme des neuen „Customs Data Hub“ im Jahr 2028. Brüssel schätzt, dass jährlich bis zu eine Milliarde kleiner Pakete unter den alten Regeln zollfrei bleiben, was den Haushalten der Mitgliedstaaten Einnahmeverluste von über 7 Milliarden Euro pro Jahr beschert. Für Zypern, dessen E-Commerce seit der Pandemie stark gewachsen ist, wird erwartet, dass während der 30-monatigen Übergangsphase mehrere Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen generiert werden.
Für Unternehmen bringt die Änderung sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Zyprische Logistikunternehmen bereiten sich auf ein höheres Paketaufkommen an den Umschlagplätzen in Larnaka und Limassol vor, während lokale Online-Händler hoffen, dass die neue Gebühr die Preisdifferenz zu asiatischen Konkurrenten verringert. Multinationale Arbeitgeber mit Mitarbeitern in Zypern werden dazu geraten, ihre Spesenrichtlinien zu aktualisieren, da persönliche Online-Bestellungen, die an Firmenadressen geliefert werden, nun zollpflichtig sind. Steuerberater weisen zudem darauf hin, dass die 3 € Gebühr separat von der Mehrwertsteuer und gegebenenfalls der Verbrauchsteuer erhoben wird. Ein Paket mit geringem Warenwert kann somit mehrere Abgaben auslösen. Unternehmen, die Ersatzteile oder Werbematerial in kleinen Sendungen importieren, sollten ihre Gesamtkosten neu kalkulieren und gegebenenfalls auf Sammeltransporte umstellen, um die Zollbelastung zu reduzieren.
Quelle: Cyprus Inform / Euronews