
Geschäfts-, akademische und humanitäre Reisen zwischen Nordbrasilien und dem benachbarten Gebiet Französisch-Guayana werden künftig deutlich einfacher. Am 1. Juli unterzeichneten der brasilianische Außenminister Mauro Vieira und sein französischer Kollege Jean-Noël Barrot in Brasília ein Abkommen, das das bisher für Brasilianer erforderliche Kurzzeitvisum für die Überquerung des Oyapock-Flusses nach Saint-Georges-de-l’Oyapock abschafft. Die Regelung tritt am 31. Juli 2026 in Kraft.
Obwohl Französisch-Guayana ein Übersee-Département Frankreichs ist – und somit Teil der Europäischen Union und des Schengen-Raums – liegt es im Amazonasbecken und grenzt mit 730 Kilometern an den brasilianischen Bundesstaat Amapá. Bislang mussten brasilianische Staatsbürger (abgesehen von wenigen Inhabern lokaler Grenzpassierscheine) nach Belém oder Brasília reisen, um ein Schengen-Visum zu beantragen, und oft wochenlang auf eine Entscheidung warten. Lokale Unternehmen kritisierten lange, dass diese bürokratische Hürde den grenzüberschreitenden Handel, Bauprojekte wie die neue Brücke zwischen Oiapoque und Saint-Georges sowie die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten in Macapá und Cayenne erschwerte.
Nach den neuen Bestimmungen können Brasilianer künftig bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei nach Französisch-Guayana einreisen, sofern sie einen gültigen brasilianischen Reisepass und einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel vorlegen. Frankreich behält sich das Recht vor, die Visumspflicht in Ausnahmefällen aus Sicherheitsgründen wieder einzuführen, doch Behörden halten dieses Szenario für unwahrscheinlich.
Für Arbeitgeber bedeutet die Änderung, dass Techniker aus Belém nun kurzfristig die Startanlagen des Centre Spatial Guyanais in Kourou erreichen können, und Logistikunternehmen in Cayenne ihre Mitarbeiter ohne lange Vorlaufzeiten zu brasilianischen Bergbaustandorten schicken können. Zudem wird erwartet, dass der Tourismus durch Kombinationsangebote aus Amazonas-Lodges, Besuchen der Îles du Salut und dem Ariane-Raketenmuseum einen Aufschwung erlebt.
Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Ankündigung und argumentierten, dass die legale Mobilität den Markt für Schleuser, die bis zu 3.000 R$ pro Grenzübertritt verlangen, deutlich einschränken werde. Unternehmen sollten jedoch ihre Reise-Richtlinien und Buchungssysteme vor dem Inkrafttreten am 31. Juli aktualisieren, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter die neue visumfreie Option wählen und nicht unnötig Schengen-Stempel bezahlen.
Obwohl Französisch-Guayana ein Übersee-Département Frankreichs ist – und somit Teil der Europäischen Union und des Schengen-Raums – liegt es im Amazonasbecken und grenzt mit 730 Kilometern an den brasilianischen Bundesstaat Amapá. Bislang mussten brasilianische Staatsbürger (abgesehen von wenigen Inhabern lokaler Grenzpassierscheine) nach Belém oder Brasília reisen, um ein Schengen-Visum zu beantragen, und oft wochenlang auf eine Entscheidung warten. Lokale Unternehmen kritisierten lange, dass diese bürokratische Hürde den grenzüberschreitenden Handel, Bauprojekte wie die neue Brücke zwischen Oiapoque und Saint-Georges sowie die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten in Macapá und Cayenne erschwerte.
Nach den neuen Bestimmungen können Brasilianer künftig bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei nach Französisch-Guayana einreisen, sofern sie einen gültigen brasilianischen Reisepass und einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel vorlegen. Frankreich behält sich das Recht vor, die Visumspflicht in Ausnahmefällen aus Sicherheitsgründen wieder einzuführen, doch Behörden halten dieses Szenario für unwahrscheinlich.
Für Arbeitgeber bedeutet die Änderung, dass Techniker aus Belém nun kurzfristig die Startanlagen des Centre Spatial Guyanais in Kourou erreichen können, und Logistikunternehmen in Cayenne ihre Mitarbeiter ohne lange Vorlaufzeiten zu brasilianischen Bergbaustandorten schicken können. Zudem wird erwartet, dass der Tourismus durch Kombinationsangebote aus Amazonas-Lodges, Besuchen der Îles du Salut und dem Ariane-Raketenmuseum einen Aufschwung erlebt.
Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Ankündigung und argumentierten, dass die legale Mobilität den Markt für Schleuser, die bis zu 3.000 R$ pro Grenzübertritt verlangen, deutlich einschränken werde. Unternehmen sollten jedoch ihre Reise-Richtlinien und Buchungssysteme vor dem Inkrafttreten am 31. Juli aktualisieren, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter die neue visumfreie Option wählen und nicht unnötig Schengen-Stempel bezahlen.
Quelle: Agência Brasil
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