
Der Betrieb am internationalen Flughafen Salgado Filho in Porto Alegre lief am 2. Juli trotz eines Wasserrohrbruchs weiter, der Teile der Decke im Terminal einstürzen ließ und die Abflughalle für Inlandsflüge überflutete. Der Betreiber Fraport Brasil isolierte umgehend betroffene Bereiche im zweiten und dritten Stock, schaltete den Strom in den betroffenen Zonen ab und setzte Wartungsteams ein. Es wurden keine Verletzten gemeldet, und Ankünfte sowie Abflüge verliefen ohne Verzögerungen. Allerdings mussten mehrere Geschäfte schließen, und Passagiere wurden über provisorische Gänge umgeleitet. Der Vorfall ereignet sich nur wenige Wochen nach Winterstürmen, die Dächer an kleineren brasilianischen Flughäfen beschädigten, und wirft erneut Fragen zur Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur angesichts zunehmender klimabedingter Extremwetterereignisse auf. Für Reiseleiter bedeutet dies, in den nächsten 48 Stunden bei Reisen über Porto Alegre Pufferzeiten einzuplanen, während die Aufräumarbeiten und Sicherheitsprüfungen andauern. Fluggesellschaften rieten Passagieren, aufgrund geänderter Zugangswege zur Sicherheitskontrolle früher anzureisen. Bodenabfertigungsfirmen betonten, dass die Überschwemmung weder die Gepäckförderbänder noch die IT-Räume erreichte, wodurch Systemausfälle vermieden wurden, die das südliche Luftverkehrsnetz Brasiliens hätten beeinträchtigen können. Fraport kündigte an, ein forensisches Ingenieurteam werde untersuchen, warum die PVC-Leitung nur fünf Jahre nach der Renovierung des Terminals gerissen ist. Das Unternehmen bekräftigte seinen Investitionsplan von 330 Millionen R$ für 2026-27, der unter anderem Verbesserungen der Entwässerung und einen neuen Abfertigungsbereich für Remote-Stands umfasst, um das erwartete Verkehrsaufkommen zu bewältigen, sobald die nahegelegenen Automobilwerke in Gravataí ihre volle Produktion wieder aufnehmen.
Quelle: Correio do Povo
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