
Um die steigende Nachfrage angolanischer Studierender an brasilianischen Universitäten zu bewältigen, kündigte das Generalkonsulat Brasiliens in Luanda am 3. Juli eine öffentliche Informationsveranstaltung für den 8. Juli im Instituto Guimarães Rosa an. Bei der Veranstaltung werden angehende Studierende durch Checklisten für Dokumente, Online-Terminvereinbarungen und Anforderungen an die Krankenversicherung für das VITEM IV-Visum geführt. Angola ist zum am schnellsten wachsenden CPLP-Studierendenmarkt Brasiliens geworden, mit einem Anstieg der Bewerbungen um 28 % im Jahresvergleich, vor allem getrieben durch portugiesischsprachige Studiengänge in Ingenieurwissenschaften und Gesundheitswissenschaften. Konsularbeamte berichten, dass unvollständige Unterlagen – insbesondere Nachweise über Unterkunft und finanzielle Mittel – für 40 % der Ablehnungen verantwortlich sind, was die Bearbeitungszeiten für alle verlängert. Universitäten mit Studienbeginn Mitte Oktober riefen Bewerber zur Teilnahme auf und wiesen darauf hin, dass biometrische Termine bereits bis Mitte August ausgebucht sind. Bildungsexperten lobten die Initiative, warnten jedoch vor begrenzten Kapazitäten: Der Saal des IGR fasst 150 Plätze, die nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben werden. Die Teilnahme an der Veranstaltung gewährt keine Priorität bei der Visumerteilung, jedoch erhalten Teilnehmer einen QR-Code mit einem neuen Schritt-für-Schritt-Leitfaden sowie Zugang zum MigranteWeb-Portal, das nun auch Zahlungsbelege für Studiengebühren in Kwanzas akzeptiert, umgerechnet zum tagesaktuellen Kurs der Banco Nacional de Angola. Arbeitgeber, die MBA-Kandidaten sponsern, sollten prüfen, ob Angehörige separate Termine benötigen; Anträge auf Familienzusammenführung können nach den aktuellen Regeln nicht mit Studentenakten zusammen eingereicht werden.
Quelle: Jornal de Angola (GirA Notícias)