
Polen führte am 2. Juli seinen vierten Sammelrückführungsflug im Jahr 2026 durch, dessen Details am Folgetag veröffentlicht wurden. Fünfzehn georgische Staatsbürger – davon elf mit Vorstrafen in Polen – wurden vom Flughafen Łódź Władysław Reymont im Rahmen eines von Frontex organisierten Charterflugs im Programm „Collecting Return Operation“ (CRO) nach Tiflis zurückgeführt. Georgische Sicherheitsbeamte begleiteten den Flug, während das polnische Rückführungszentrum die Vorbereitungen vor dem Abflug koordinierte. Die Rückgeführten hatten alle Rechtsmittel gegen Rückkehrbescheide ausgeschöpft, die auf schweren Straftaten wie Raub mit Gewalt, Vergewaltigung und wiederholtem Trunkenheit am Steuer basierten. Vier weitere Personen akzeptierten eine freiwillige Ausreise nach Überschreitung ihrer Visa. Vor dem Boarding wurden alle Rückkehrer medizinisch untersucht und auf COVID-19 getestet. Die Aktion ist Teil von Warschaus verschärfter Politik gegenüber Visaüberschreitungen und Kriminalität unter Drittstaatsangehörigen, nachdem Änderungen im Ausländergesetz schnellere Abschiebungen bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ermöglichen. Seit Januar hat Polen 213 Personen über CRO-Flüge abgeschoben – doppelt so viele wie im Vorjahr – und sendet damit ein deutliches Signal an Arbeitgeber, dass Vorstrafen die Chancen auf eine Arbeitserlaubnis künftig stark einschränken. Für globale Mobilitätsprogramme lautet die Botschaft klar: Den Aufenthaltsstatus zügig legalisieren und das Verhalten der Mitarbeitenden genau beobachten. Personalabteilungen sollten Auslandsstrafen ihrer Mitarbeiter im Blick behalten, da diese nun verpflichtende Rückführungen und mehrjährige Schengen-Verbote auslösen können.