
Fluggesellschaften und Flughäfen warnen Reisende davor, dass das seit langem verzögerte Ein- und Ausreisesystem der EU (EES) – das Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen von Nicht-EU-Passagieren erfasst – in diesem Sommer an mehreren regionalen Flughäfen, darunter der John Paul II. International Airport in Krakau, zu „Schlangenchaos“ führen könnte. In einem offenen Brief vom 2. Juli 2026 forderten die Branchenverbände Airlines for Europe und ACI Europe die Europäische Kommission auf, das EES mindestens bis August auszusetzen. Simulationsdaten zeigen, dass sich die Abfertigungszeiten in Spitzenzeiten vervierfachen könnten.
Nach dem EES müssen alle Reisenden aus Drittstaaten bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum biometrische Daten erfassen lassen und diese bei jeder Ein- und Ausreise verifizieren. EU-Beamte betonen, dass das neue System die Sicherheit erhöhen und die erlaubte Aufenthaltsdauer automatisch berechnen wird. Fluggesellschaften weisen jedoch darauf hin, dass Flughäfen wie Krakau nur begrenzten Platz für zusätzliche Kioske und Grenzkontrollstellen haben. Ryanair, das über 40 % des Verkehrs in Krakau kontrolliert, berichtet, dass die Ausreisekontrolle bei einem vollen Flug mit Urlaubern aus Großbritannien nun über 90 Minuten dauern kann.
Die polnische Grenzpolizei bildet derzeit 150 zusätzliche Beamte für Krakau aus und führt mobile Registrierungswagen ein, räumt aber ein, dass die Personalstärke nicht ausreicht, um die prognostizierten 1,2 Millionen Passagiere im August zu bewältigen. Reiseveranstalter empfehlen Geschäftsreisenden daher, mindestens zwei Stunden Puffer einzuplanen und sich über die optionale EU-Mobile-App, die noch in diesem Monat startet, vorab zu registrieren.
Die Engpässe in Krakau betreffen auch multinationale Unternehmen, die auf den boomenden IT-Dienstleistungssektor der Stadt angewiesen sind: Firmen wie HSBC, Cisco und UBS fliegen regelmäßig Ingenieure aus Indien und den USA für kurzfristige Einsätze ein. Längere Verzögerungen könnten Projektpläne beeinträchtigen und die Hotelkosten erhöhen. Einige Unternehmen leiten Ankünfte bereits auf die Flughäfen Katowice oder Warschau um und nutzen dann Inlandszüge, um Krakau zu erreichen.
Die Kommission wird die Branchenanfrage voraussichtlich nächste Woche prüfen. Sollte eine generelle Aussetzung abgelehnt werden, könnten die Mitgliedstaaten „lokale Ausnahmen“ genehmigen, wenn die Wartezeiten 45 Minuten überschreiten – eine Option, die das polnische Innenministerium „aktiv prüft“. Reisende sollten daher die Hinweise der Fluggesellschaften aufmerksam verfolgen und Bordkarten oder digitale Arbeitserlaubnisse griffbereit halten, da Beamte Passagiere mit engen Anschlussflügen oder zeitkritischen Geschäftsterminen bevorzugt behandeln könnten.
Nach dem EES müssen alle Reisenden aus Drittstaaten bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum biometrische Daten erfassen lassen und diese bei jeder Ein- und Ausreise verifizieren. EU-Beamte betonen, dass das neue System die Sicherheit erhöhen und die erlaubte Aufenthaltsdauer automatisch berechnen wird. Fluggesellschaften weisen jedoch darauf hin, dass Flughäfen wie Krakau nur begrenzten Platz für zusätzliche Kioske und Grenzkontrollstellen haben. Ryanair, das über 40 % des Verkehrs in Krakau kontrolliert, berichtet, dass die Ausreisekontrolle bei einem vollen Flug mit Urlaubern aus Großbritannien nun über 90 Minuten dauern kann.
Die polnische Grenzpolizei bildet derzeit 150 zusätzliche Beamte für Krakau aus und führt mobile Registrierungswagen ein, räumt aber ein, dass die Personalstärke nicht ausreicht, um die prognostizierten 1,2 Millionen Passagiere im August zu bewältigen. Reiseveranstalter empfehlen Geschäftsreisenden daher, mindestens zwei Stunden Puffer einzuplanen und sich über die optionale EU-Mobile-App, die noch in diesem Monat startet, vorab zu registrieren.
Die Engpässe in Krakau betreffen auch multinationale Unternehmen, die auf den boomenden IT-Dienstleistungssektor der Stadt angewiesen sind: Firmen wie HSBC, Cisco und UBS fliegen regelmäßig Ingenieure aus Indien und den USA für kurzfristige Einsätze ein. Längere Verzögerungen könnten Projektpläne beeinträchtigen und die Hotelkosten erhöhen. Einige Unternehmen leiten Ankünfte bereits auf die Flughäfen Katowice oder Warschau um und nutzen dann Inlandszüge, um Krakau zu erreichen.
Die Kommission wird die Branchenanfrage voraussichtlich nächste Woche prüfen. Sollte eine generelle Aussetzung abgelehnt werden, könnten die Mitgliedstaaten „lokale Ausnahmen“ genehmigen, wenn die Wartezeiten 45 Minuten überschreiten – eine Option, die das polnische Innenministerium „aktiv prüft“. Reisende sollten daher die Hinweise der Fluggesellschaften aufmerksam verfolgen und Bordkarten oder digitale Arbeitserlaubnisse griffbereit halten, da Beamte Passagiere mit engen Anschlussflügen oder zeitkritischen Geschäftsterminen bevorzugt behandeln könnten.
Quelle: The Guardian
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