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Australische Visumantragsgebühren steigen zum Beginn des neuen Geschäftsjahres um 25 Prozent

Juli 4, 2026
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Australische Visumantragsgebühren steigen zum Beginn des neuen Geschäftsjahres um 25 Prozent
Australien hat still und heimlich eine der größten allgemeinen Erhöhungen der Visagebühren seit einem Jahrzehnt eingeführt. Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Visa-Antragsgebühren (VACs) für fast alle Kategorien von temporären und dauerhaften Visa um etwa 25 Prozent, wie im Bundeshaushalt 2026-27 angekündigt. Das Standard-Visitor-Visum (Unterklasse 600) für Touristen kostet nun 250 AUD bei Antragstellung im Ausland (vorher 200 AUD) und 630 AUD bei Antragstellung im Inland, während der Frequent Traveller-Stream auf 1.845 AUD gestiegen ist. Besonders stark betroffen sind beliebte Arbeitsvisa: Die Nominierung für das Skills-in-Demand-Visum (Unterklasse 482) kostet jetzt 4.015 AUD (vorher 3.210 AUD) und das Employer Nomination Scheme (Unterklasse 186) stieg von 4.910 AUD auf 6.140 AUD. Die Regierung begründet die Erhöhung mit der „Sicherung der Nachhaltigkeit der Migrations- und Staatsbürgerschaftsprogramme Australiens“, doch Branchenverbände kritisieren das Timing und die fehlende formelle Konsultation, die Arbeitgeber mit Juli-Einstellungen überrascht hat. Migrationsagenten berichten von einem Ansturm hektischer Anträge in der letzten Juniwoche, insbesondere von Absolventen, die eine zweite Gebührenerhöhung im selben Kalenderjahr vermeiden wollen. Anbieter internationaler Bildung befürchten, dass die nun 2.500 AUD teure Studentenvisagebühr (Unterklasse 500) preissensible Gruppen aus Südostasien und Lateinamerika abschrecken könnte. Für Unternehmen besteht die größere Gefahr in Budgetüberschreitungen bei langfristigen Einsätzen. Eine vierköpfige Familie, die mit einem dauerhaften Unterklasse-186-Visum umzieht, muss nun fast 20.000 AUD an Regierungsgebühren zahlen, noch vor medizinischen Untersuchungen, Englischtests oder Umzugskosten. Globale Mobilitätsteams werden aufgefordert, 30 Prozent Puffer in die Budgets für das Geschäftsjahr 2026-27 einzubauen und alternative Wege wie kurzfristige Unterklasse-400-Visa zu prüfen, wo es sinnvoll ist. Das Innenministerium deutet an, dass die Juli-Erhöhung ab Januar jährlich an die Inflationsrate angepasst wird. Analysten erwarten daher ähnliche prozentuale Steigerungen im nächsten Finanzjahr, sofern zukünftige Haushalte die Entwicklung nicht umkehren. Organisationen mit hohem Mobilitätsaufkommen wird empfohlen, Transfers für das Geschäftsjahr 2026-27 möglichst vorzuziehen und Genehmigungen frühzeitig zu sichern. Reisende sollten zudem beachten, dass die Zahlung bei Antragstellung vollständig fällig ist; Ratenzahlungen oder Zahlungsaufschub sind nicht möglich. Visaantragsteller, die vor dem 1. Juli veröffentlichte Preisvergleiche genutzt haben, riskieren unterfinanzierte Anträge, die als ungültig abgelehnt werden, was teure Neuanträge und in manchen Fällen eine erneute Fachkräftebewertung nach sich ziehen kann.
Quelle: TIA Lawyers

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