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Erhebung von Studienvisagebühren stößt im Bildungssektor auf Kritik

Juli 4, 2026
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Erhebung von Studienvisagebühren stößt im Bildungssektor auf Kritik
Die dramatischen Gebührenerhöhungen blieben Australiens internationaler Bildungsbranche nicht verborgen. In einer Sendung vom 3. Juli warnte SBS Filipino potenzielle Studierende, dass Australien nun „zu den teuersten Zielen weltweit“ gehört, nachdem die Grundgebühr für ein Subclass-500-Visum von 2.000 auf 2.500 AUD gestiegen ist – ein Anstieg um 25 %, der auf eine Verdopplung der Gebühren für das Temporary Graduate-Visum Anfang des Jahres folgt. Von SBS befragte Migrationsagenten erklärten, dass der plötzliche Anstieg die Marketingkampagnen für preissensible Märkte in Südostasien und Lateinamerika untergräbt. Universities Australia schätzt, dass jeder Rückgang der Einschreibungen um 5 % der Branche 1,2 Milliarden AUD an Exporterlösen kostet. Agenten befürchten, dass die Gebührenerhöhung zusammen mit strengeren Regeln für die Arbeit nach dem Studium und höheren Nachweisanforderungen für finanzielle Mittel Studierende eher nach Kanada oder Großbritannien treiben könnte, wo die Antragsgebühren unter 1.000 AUD liegen. Ein Berater aus Manila sagte gegenüber Global Mobility News, dass Familien, die zwei Geschwister zu einem australischen Masterprogramm schicken wollen, nun zusätzlich 1.000 AUD aufbringen müssen, bevor überhaupt Studien- oder Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Für Manager der Unternehmensmobilität ergeben sich daraus zwei Konsequenzen: Erstens müssen Unternehmen, die Praktikanten und Absolventen mit Studentenvisa sponsern, die höheren Vorlaufkosten einplanen, um nicht Kandidaten an Wettbewerberländer zu verlieren. Zweitens würde ein Rückgang der internationalen Studierenden die Teilzeit-Arbeitskräfte verringern, auf die viele Betriebe in Gastronomie, Einzelhandel und Gesundheitswesen angewiesen sind, was möglicherweise zu steigenden Löhnen führt. Politikanalysten stellen fest, dass Canberra offenbar bereit ist, geringere Studierendenzahlen zugunsten von höherwertigen Bewerbern in Kauf zu nehmen, nachdem die Netto-Auslandsmigration 2023-24 stark angestiegen ist. Die Regierung betont, dass die Qualität der Bewerber – nicht die Quantität – nun Priorität habe, doch Bildungseinrichtungen warnen, dass regionale Campus und Vorbereitungskollegs besonders leiden könnten, wenn Studierende aus Schwellenländern sich die Gebühren nicht mehr leisten können. Einige Institutionen setzen sich inzwischen für ein gezieltes Rückerstattungssystem für Kurse ein, die auf Australiens Liste der kritischen Fachkräfte verweisen. Unternehmen, die auf den Arbeitskräfte-Pool internationaler Studierender angewiesen sind, sollten die Visavergabedaten in den nächsten zwei Quartalen genau beobachten; ein deutlicher Rückgang könnte eine frühzeitige Anpassung der Personalplanung erforderlich machen.
Quelle: SBS Filipino

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