
Das Innenministerium hat am 2. Juli um 09:00 Uhr AEST nach Abschluss der jährlichen Systemwartung stillschweigend die Anträge für das Work and Holiday-Visum der ersten Jahrgänge (Subclass 462) wieder geöffnet. Die Statusseite erhielt am 3. Juli die erste Aktualisierung für das Programmjahr. Die Kontingente für 2026-27 stellen die vollen Platzzahlen für 30 begrenzte Partnerländer wieder her – darunter 5.000 Plätze für China, 1.000 für Indien und 1.500 für Vietnam. Bewerber aus diesen drei Ländern müssen jedoch erneut an einer Online-Lotterie teilnehmen, anstatt direkt einen Antrag zu stellen. Bereits am Nachmittag des Starttages wurden mehrere beliebte Kontingente, darunter Brasilien (500 Plätze) und Indonesien (5.000 Plätze), auf „pausiert“ gesetzt, was darauf hinweist, dass die Nachfrage erneut das Angebot übersteigt. Argentinien, Chile und Spanien blieben „offen“, was für regionale Arbeitgeber in der Gastronomie und Landwirtschaft, die auf Backpacker angewiesen sind, eine gewisse Entlastung bedeutet. Das Ministerium warnt, dass sich die Status jederzeit ohne Vorankündigung ändern können, und empfiehlt Arbeitgebern, ihre Kandidaten zu bitten, die Seite täglich zu überprüfen. Für Mobility-Manager bedeutet die Neuausrichtung, dass Ehepartner von Entsandten aus begrenzten Ländern die begehrten 12-monatigen Arbeitsrechte leichter erhalten können, wenn sie schnell handeln. Unternehmen mit saisonalen Tourismusbetrieben sollten ihre Einstellungspläne angesichts möglicher Pausen neu ausrichten und in Betracht ziehen, aus unbeschränkten 417-„Working Holiday“-Märkten wie dem Vereinigten Königreich zu rekrutieren, wenn die 462-Plätze erschöpft sind. Wichtig ist auch, dass die Gebühr für das Work and Holiday-Visum von 670 AUD auf 840 AUD gestiegen ist (1.000 AUD für zweite und dritte Folgeanträge), was den Kostendruck für junge Reisende weiter erhöht. Arbeitgeber, die die Visakosten als Teil ihrer Anreizstrategien übernehmen, müssen ihre Zuschüsse entsprechend anpassen. Das Status-Dashboard wird im Laufe des Jahres weiterhin aktualisiert, doch die Erfahrung zeigt, dass die meisten begrenzten Plätze innerhalb der ersten zwei Wochen vergeben sind. HR-Teams mit Standorten im regionalen Australien wird daher empfohlen, die Einstellung von Backpackern vorzuziehen oder alternative Wege über Arbeitsvereinbarungen zu prüfen.
Quelle: Department of Home Affairs