
Das lang erwartete Europäische Reiseinformations- und -genehmigungssystem (ETIAS) wurde erneut verschoben. Mehrere Medien berichteten am 7. Juli 2026, dass EU-Minister und die IT-Agentur EU-LISA intern vereinbart haben, dass das System nicht wie ursprünglich geplant Ende 2026 in Betrieb gehen wird, sondern frühestens 2027. Die Financial Times veröffentlichte die Meldung unter Berufung auf interne Unterlagen, die schnell von mehreren europäischen Redaktionen bestätigt wurde.
ETIAS ist eine elektronische Reisegenehmigung, die für visumfreie Staatsangehörige – etwa aus Großbritannien, den USA, Kanada, Japan und über 50 weiteren Ländern – vor der Einreise in den Schengen-Raum für Kurzaufenthalte verpflichtend sein wird. Tschechien, als vollwertiges Schengen-Mitglied, wird das System an allen Flughäfen und Landgrenzen anwenden. Reisende hätten eine Gebühr von 7 € bezahlt und eine Online-Sicherheitsprüfung ähnlich dem US-ESTA durchlaufen müssen.
Die Verschiebung folgt auf stark beachtete Probleme mit dem separaten Ein- und Ausreisesystem (EES), dessen Einführung Mitte Juni zu stundenlangen Warteschlangen an Flughäfen in Spanien, Frankreich und Polen führte, da Erstreisende Fingerabdrücke und Gesichtsscans abgeben mussten. Der Prager Flughafen Václav Havel meldete nur geringe Verzögerungen, doch Behörden äußerten gegenüber lokalen Medien „große Sorge“ darüber, beide Systeme gleichzeitig in der Hauptsaison bewältigen zu können.
Diplomaten, die von der Financial Times zitiert wurden, berichteten, dass mehrere Mitgliedstaaten, darunter Tschechien, Frankreich, Deutschland und Spanien, nach Beobachtung der EES-Warteschlangen eine Neubewertung der Personalplanung bei Grenzschutzbeamten und der Selbstbedienungskioske forderten. EU-LISA, das beide Datenbanken verwaltet, räumte ein, dass die Software zur Verknüpfung von EES und ETIAS unter Last „instabil“ sein könnte und bat um ein zusätzliches sechsmonatiges Testfenster.
Die Europäische Kommission wird voraussichtlich noch in diesem Monat eine offizielle Entscheidung im Amtsblatt veröffentlichen, doch auf dem Reisportal der Kommission wurden bereits alle Hinweise auf einen Start im vierten Quartal 2026 entfernt.
Für tschechische Unternehmen ist die Verzögerung ein zweischneidiges Schwert. Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Mobilitätsmanager hatten ihre Kundenkampagnen verstärkt, um Drittstaatsangehörige vor den Wintermessen und der geschäftigen Weihnachtsmarktsaison an die ETIAS-Genehmigung zu erinnern. Diese Kampagnen können nun pausiert und damit Kosten gespart werden. Andererseits müssen Firmen, die in integrierte Buchungs-Widgets und API-Anbindungen an die ETIAS-Plattform investiert haben, den „inaktiven“ Code mindestens ein weiteres Jahr pflegen.
Mobilitätsverantwortliche sollten daher ihre Reisepläne aktualisieren:
• 2026 keine ETIAS-Pflicht für Reisende nach Prag.
• Die biometrische Erfassung im EES ist an den tschechischen Außengrenzen bereits verpflichtend – Erstbesucher im Geschäftsverkehr sollten mehr Zeit für die Abwicklung einplanen.
• Ein überarbeiteter Zeitplan für die ETIAS-Verordnung wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 veröffentlicht, mit einer sechsmonatigen Übergangsfrist vor der Durchsetzung.
Praktischer Tipp: Das tschechische Innenministerium hat angekündigt, seine englischsprachige ETIAS-Microsite zu aktualisieren, sobald Brüssel ein neues Startdatum bekannt gibt. Mobilitätsmanager können den RSS-Feed „Ausländer & Grenzen“ des Ministeriums abonnieren, um automatisch informiert zu werden, sobald die Seite online geht.
ETIAS ist eine elektronische Reisegenehmigung, die für visumfreie Staatsangehörige – etwa aus Großbritannien, den USA, Kanada, Japan und über 50 weiteren Ländern – vor der Einreise in den Schengen-Raum für Kurzaufenthalte verpflichtend sein wird. Tschechien, als vollwertiges Schengen-Mitglied, wird das System an allen Flughäfen und Landgrenzen anwenden. Reisende hätten eine Gebühr von 7 € bezahlt und eine Online-Sicherheitsprüfung ähnlich dem US-ESTA durchlaufen müssen.
Die Verschiebung folgt auf stark beachtete Probleme mit dem separaten Ein- und Ausreisesystem (EES), dessen Einführung Mitte Juni zu stundenlangen Warteschlangen an Flughäfen in Spanien, Frankreich und Polen führte, da Erstreisende Fingerabdrücke und Gesichtsscans abgeben mussten. Der Prager Flughafen Václav Havel meldete nur geringe Verzögerungen, doch Behörden äußerten gegenüber lokalen Medien „große Sorge“ darüber, beide Systeme gleichzeitig in der Hauptsaison bewältigen zu können.
Diplomaten, die von der Financial Times zitiert wurden, berichteten, dass mehrere Mitgliedstaaten, darunter Tschechien, Frankreich, Deutschland und Spanien, nach Beobachtung der EES-Warteschlangen eine Neubewertung der Personalplanung bei Grenzschutzbeamten und der Selbstbedienungskioske forderten. EU-LISA, das beide Datenbanken verwaltet, räumte ein, dass die Software zur Verknüpfung von EES und ETIAS unter Last „instabil“ sein könnte und bat um ein zusätzliches sechsmonatiges Testfenster.
Die Europäische Kommission wird voraussichtlich noch in diesem Monat eine offizielle Entscheidung im Amtsblatt veröffentlichen, doch auf dem Reisportal der Kommission wurden bereits alle Hinweise auf einen Start im vierten Quartal 2026 entfernt.
Für tschechische Unternehmen ist die Verzögerung ein zweischneidiges Schwert. Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Mobilitätsmanager hatten ihre Kundenkampagnen verstärkt, um Drittstaatsangehörige vor den Wintermessen und der geschäftigen Weihnachtsmarktsaison an die ETIAS-Genehmigung zu erinnern. Diese Kampagnen können nun pausiert und damit Kosten gespart werden. Andererseits müssen Firmen, die in integrierte Buchungs-Widgets und API-Anbindungen an die ETIAS-Plattform investiert haben, den „inaktiven“ Code mindestens ein weiteres Jahr pflegen.
Mobilitätsverantwortliche sollten daher ihre Reisepläne aktualisieren:
• 2026 keine ETIAS-Pflicht für Reisende nach Prag.
• Die biometrische Erfassung im EES ist an den tschechischen Außengrenzen bereits verpflichtend – Erstbesucher im Geschäftsverkehr sollten mehr Zeit für die Abwicklung einplanen.
• Ein überarbeiteter Zeitplan für die ETIAS-Verordnung wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 veröffentlicht, mit einer sechsmonatigen Übergangsfrist vor der Durchsetzung.
Praktischer Tipp: Das tschechische Innenministerium hat angekündigt, seine englischsprachige ETIAS-Microsite zu aktualisieren, sobald Brüssel ein neues Startdatum bekannt gibt. Mobilitätsmanager können den RSS-Feed „Ausländer & Grenzen“ des Ministeriums abonnieren, um automatisch informiert zu werden, sobald die Seite online geht.
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